26.03.2018, 17:46 Uhr

Schockierender Fall 9-Jährige brutal missbraucht und die Mutter schlief daneben

Der Angeklagte wollte sich zu den schlimmen Vorwürfen nicht äußern. Foto: mr  (Foto: mr)Der Angeklagte wollte sich zu den schlimmen Vorwürfen nicht äußern. Foto: mr (Foto: mr)

Nervös und schwer atmend sitzt die heute 19-Jährige im Zeugenstand. Mit fester Stimme schildert sie vor der Jugendkammer des Landgerichts Landshut, wie ihr Martyrium 2007 begann. Damals war sie gerade einmal neun Jahre alt, als der Sex-Terror begann.

LANDSHUT Vor dem Landgericht Landshut begann heute der Prozess in einem besonders schweren Fall von Kindesmissbrauch: Über vier Jahre hinweg soll sich ein 54-jähriger Landshuter an der Tochter seiner ehemaligen Partnerin vergangen haben. Die Anklage lautet auf schweren sexuellen Missbrauch von Kindern.

„Mit ihm habe ich mich immer sehr gut verstanden, ich mochte ihn. Dann fing er an, mich aufzuklären und mir Pornos zu zeigen. Da war ich acht oder neun Jahre alt“, erzählte die 19- jährige Studentin. Laut Anklageschrift kam es zwischen Weihnachten 2007 und Sommer 2011 zu insgesamt 33 schrecklichen sexuellen Übergriffen bis hin zu Vergewaltigungen.

Die Vorfälle sollen sich in deren Zimmer, im Esszimmer, in der Badewanne, im Bett und sogar im Schlafzimmer des Angeklagten abgespielt haben, während die Mutter des Mädchens daneben schlief. „Ich durfte niemanden was darüber sagen. Ich dachte, was er macht, sei normal. Es war unser Geheimnis und das benutzte er, um mich an sich zu binden“, so die Frau.

Sogar während des gemeinsamen Urlaubs zu dritt in Österreich habe er die Finger nicht von ihr lassen können. Er missbrauchte sie, während ihre Mutter unter der Dusche stand, wie die Studentin berichtete. Auch beim allabendlichen „Gutenachtsagen“ sei es zu sexuellen Handlungen gekommen. „Er sagte immer, lass uns das ausprobieren. Es passierte ständig.“

Erst nachdem die Mutter mit ihrer Tochter aus dessen Haus in Niederaichbach ausgezogen war, sei es besser geworden. Im Sommer 2011 kam es laut Anklage zum letzten Übergriff im Haus eines Bekannten in Wörth an der Isar. Beim Vergewaltigungsversuch im Obergeschoss wurde der Angeklagte von der Mutter des Mädchens gestört, als diese die Treppe herauf kam. Daraufhin ließ von ihr ab. „Dort habe ich zu ihm gesagt, dass ich das nicht mehr will“, erklärte die 19-Jährige.

Er habe sie daraufhin mehrmals angerufen und versucht sie dazu überreden. „Ich glaube, er hat es dann akzeptiert, weil ich ja schon älter war und er wohl Angst hatte, dass ich etwas erzählen könnte“, so die junge Frau.

Der Angeklagte selbst wollte keine Angaben zu den Tatvorwürfen machen. Anfangs durchgeführte Verständigungsgespräche wurden als ergebnislos beendet. Der Prozess wird am 29. März fortgesetzt.


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