21.04.2017, 10:54 Uhr

24-Stunden-Blitzmarathon in Niederbayern 880 Euro Strafe für Rasen und 1 Monat Fahrverbot

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Am Donnerstag ging der fünfte Blitzmarathon Niederbayern zu Ende. Von den knapp 12.200 gemessenen Fahrzeugen überschritten 334 die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Die Beanstandungsquote liegt üblicherweise deutlich höher.

LANDSHUT Blitzer-Alarm von Mittwoch, 6 Uhr, bis Donnerstag, 6 Uhr, in ganz Niederbayern:

Der gravierendste Verstoß wurde durch den Fahrer eines Audi auf der Autobahn A 3 in Fahrtrichtung Passau auf Höhe Neuhaus am Inn begangen.

Der 35-jährige Fahrer war bei erlaubten 80 km/h mit 146 km/h unterwegs. Der Mann hielt sich bei der Radarmessung beide Hände vor sein Gesicht und versuchte so seine Identität zu verschleiern.

Der Fahrer konnte aber unmittelbar nach seinem Geschwindigkeitsverstoß durch Polizeikräfte angehalten und beanstandet werden. Ihn erwartet ein Bußgeld in Höhe von 880 Euro, ein Fahrverbot von zwei Monaten, sowie zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg.

Alle Dienststellen des Polizeipräsidiums Niederbayern beteiligten sich am fünften „24-Stunden-Blitzmarathon“. Vergleichbare Schwerpunktaktionen fanden auch in zahlreichen weiteren europäischen Staaten statt.

Für den Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern lässt sich eine positive Bilanz ziehen: Von den knapp 12.200 mit stationären Geräten gemessenen Fahrzeugen überschritten 334 die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Die Beanstandungsquote liegt üblicherweise deutlich höher.

Ähnlich war es bei den Laserhandmessgeräten. Hier kam es insgesamt zur Beanstandung von 114 Fahrzeugführern wegen Geschwindigkeitsverstößen. In Niederbayern wurden an über 80 Stellen Radarfallen aufgebaut. 

Die Ankündigungen der Messstellen in den Medien und der Einsatz von 202 Polizisten zeigte die erhoffte Wirkung.

Die überwiegende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer hielt sich an die Geschwindigkeitsvorschriften. Zudem mussten während des 24-stündigen Kontrollzeitraumes keine schweren – geschwindigkeitsbedingten – Verkehrsunfälle registriert werden. 

Im Sinne der Verkehrssicherheit bleibt zu hoffen, dass die Verkehrsteilnehmer auf Geschwindigkeitsverstöße und die daraus resultierenden Gefahren über den Blitzmarathon hinaus sensibilisiert bleiben. 


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