20.04.2017, 11:02 Uhr

Im Westen tut sich was Startschuss für den Bau von Landshuts größtem Gewerbegebiet

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In der Nähe des Landshut Park soll Landshuts größtes Gewerbegebiet entstehen. Am Donnerstag fiel dazu der Startschuss. Auch der Verkehr wird dadurch natürlich zunehmen, sagt der Oberbürgermeister und verweist darauf, wie dringend die Stadt in Zukunft eine Westanbindung braucht.

LANDSHUT Vom Frühling war nichts zu spüren auf dem Feld unweit des LA Parks. Der Wind pfiff eisig am Donnerstagvormittag – und trotzdem lag Aufbruchstimmung in der Luft. Oberbürgermeister Alexander Putz gab mit einem offiziellen Spatenstich den Startschuss für die Realisierung des größten Gewerbegebietes, das die Stadt jemals gebaut hat. Auf dem Areal in der Nähe der Flutmulde, direkt an der Fuggerstraße, soll auch die neue Realschule entstehen.

In der Sitzung des Stadtrates im März war der Auftrag für die umfangreichen Erdarbeiten für das Areal vergeben worden. Allein das wird die Stadt 664.900 Euro kosten. Entstehen sollen rund 19 Hektar reine Baufläche. „Erste Interessenten gibt es bereits“, so Putz.

Das Areal schließt direkt an das Gewerbegebiet „Landshut Park“ an und reicht bis an die Flutmulde bzw. an den Franzosengraben.

Der Bebauungsplan sieht eine Nutzung für Gewerbebetriebe aller Art sowie Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude vor. Einzelhandelsbetriebe sind allerdings nicht zugelassen. Es besteht lediglich eine Ausnahme für Baubedarf.

„Hier wollen wir die Einnahmen generieren, die wir für die anstehenden Projekte brauchen werden“, so Putz auf dem Termin. Gemeint sind damit die vielen Pflichtaufgaben, die die Stadt Landshut in den nächsten Jahren bewältigen muss wie zum Beispiel den Bau der Realschule.

Im Fokus stehe dabei aber nicht nur der möglichst gewinnbringende Verkauf der Flächen, sondern vor allem die Ansiedlung eines gesunden, krisensicheren Branchenmixes, so der Oberbürgermeister. Weil dadurch auch das Verkehrsaufkommen steigen werde, sei eine Wetsanbindung dringend nötig, so Putz.

Das Gewerbegebiet soll in drei Straßenbauabschnitten erschlossen werden. Im Bereich der Flutmulde sind naturschutzfachliche Kompensations- und andere naturschutzrelevante Maßnahmen geplant.

Die Bauzeit wird voraussichtlich vier Jahre betragen. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist im Sommer 2018 vorgesehen. Es ist mit Gesamtkosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro zu rechnen.


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