04.04.2017, 16:14 Uhr

Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums in Bayern Aiwanger: Freie Wähler setzen sich mit G9 durch!

Foto: Tobias GrießerFoto: Tobias Grießer

In Bayern soll das neunjährige Gymnasium wieder eingeführt werden – sehr zur Freude der Freien Wähler um Hubert Aiwanger.

MÜNCHEN/ROTTENBURG Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger aus Rottenburg freut sich: "Vier Jahre lang haben die Freien Wähler im Landtag dafür gekämpft – jetzt ist es endlich geschafft: Schülerinnen und Schüler in Bayern können das Abitur bald auch wieder nach neun Jahren absolvieren. Trotz massiven Widerstands der CSU konnten sich die Freien Wähler letztlich durchsetzen!", so Aiwanger in einer Presseerklärung am Dienstag.

Aiwanger weiter: "Wir begrüßen, dass der G9-Zug nun endlich Fahrt aufgenommen hat. Schließlich spricht sich die überwältigende Mehrheit der Schulfamilie für ein neunjähriges Gymnasium aus – so, wie wir Freien Wähler dies bereits vor vier Jahren in unserem Volksbegehren gefordert haben. Leider haben Minister Spaenle und die CSU mit ihrer Verweigerungshaltung zwischenzeitlich einer halben Schülergeneration die Möglichkeit genommen, mehr Zeit zum Lernen und zum Leben zu haben."

Gerade auch im ländlichen Niederbayern bringe ein G9 große Vorteile zum G8: Viele Schüler hätten am Land weite Wege zur Schule zurückzulegen hierbei kommt der viele Nachmittagsunterricht beim G8 erschwerend hinzu – das G9 komme überwiegend mit Vormittagsunterricht aus. Aiwanger: „Die Abiturientenquote in Niederbayern hängt dem bayerischen Durchschnitt hinterher, ein G9 wird die gymnasiale Schullaufbahn auch am Land wieder attraktiver machen. Viele Schüler, die gymnasial geeignet sind, aber bisher aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen des G8 andere Schularten bevorzugten, können mit dem G9 wieder das Gymnasium besuchen.“

Die Entscheidung der Staatsregierung, nun doch auch das neunjährige Gymnasium wieder flächendeckend anbieten zu wollen, sei also eine gute Nachricht, so Aiwanger weiter. "Das gilt vor allem für die Schulen, die im Rahmen des Modellprojekts ,Mittelstufe Plus' bisher nicht zum Zug gekommen sind und keinen neunjährigen Gymnasialzug anbieten durften.“

Besonders wichtig sei den Freien Wählern die strikte Einhaltung des Konnexitätsprinzips bei der Wiedereinführung des G9. Alle Kosten, die durch die Einführung des G9 entstehen, müsse der Freistaat tragen – nicht aber die Kommunen. "Wir Freien Wähler werden als einstige Initiatoren des Konnexitätsprinzips strengstens auf die Einhaltung dieses verfassungsrechtlichen Prinzips achten", sagt Aiwanger.


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