31.03.2017, 12:22 Uhr

Arbeitsmarkt startet mit voller Kraft in den Frühling Das Arbeitsamt sucht jetzt vor allem Osterhasen!

Die Arbeitsagentur in Landshut. Foto: Tobias GrießerDie Arbeitsagentur in Landshut. Foto: Tobias Grießer

„Der Arbeitsmarkt in unserer Region startet mit voller Kraft in den Frühling“, so der Leiter der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen, Dr. Sascha Zirra.

LANDSHUT „Die Beschäftigung ist nochmal deutlich gestiegen und der Personalbedarf der Arbeitgeber ist auf sehr hohem Niveau nochmal angewachsen“, so Zirra weiter. Wie zu Frühjahrsbeginn üblich, ist die Zahl der arbeitslosen Menschen von Februar auf März deutlich gesunken. Mit einem Rückgang um 1.200 auf 8.100 fiel dieser allerdings deutlich stärker aus als in den Vorjahren. Gegenüber März 2016 sind knapp 1.400 weniger Menschen arbeitslos. „Besonders erfreulich ist, dass auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen innerhalb eines Jahres um 300 Personen auf gut 1.900 zurückgegangen ist“, sagt Dr. Zirra.

Im März konnten 1.900 Arbeitslose durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das waren 800 mehr als im Februar und 200 mehr als im März 2016. Gleichzeitig haben sich 1.000 Menschen bei der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen arbeitslos gemeldet, weil sie ihre Arbeit verloren haben.

Rechnet man die Menschen mit ein, die beispielsweise an einer Umschulung teilnehmen und allein deswegen nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, waren im März 2017 rund 11.000 Menschen in der Unterbeschäftigung.

Knapp 3.800 offene Stellen waren im vergangenen Monat bei der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen gemeldet – das sind rund 700 mehr als vor einem Jahr. Allein im März haben die Arbeitgeber der Agentur für Arbeit 1.100 neue Stellengesuche mitgeteilt – in den vergangenen 12 Monaten waren es 13.000. Gesucht sind aktuell vor allem Fachkräfte in der Produktion, im Lager-Logistik-Bereich, im Gesundheitswesen und im Baubereich.

Außerdem gehen saisonbedingt die ersten Stellenmeldungen für Osterhasen ein, die zum Osterfest zigtausende Eier in der Region zu verteilen haben – bei dem enormen Fachkräftebedarf in der Region wird es eine Herausforderung rechtzeitig zum Osterfest genügend Osterhasen zu finden.

„Der enorme Fachkräftebedarf der Arbeitgeber fordert uns, gemeinsam neue Wege zu gehen. Unsere Arbeitsvermittler sind dazu im Gespräch mit den Arbeitgebern“, so Dr. Sascha Zirra. Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit kann Betrieben Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und individuelle Unterstützungs-, Förder- oder Qualifizierungsmöglichkeiten anbieten. In Zeiten knapper Fachkräfte gewinnt zudem die Ausbildung eigener Mitarbeiter immer mehr an Bedeutung. Daher weist die Bundesagentur für Arbeit in der aktuell laufenden „Woche der Ausbildung“ auf Alternativangebote wie die Initiative „Zukunftsstarter“ hin.

„Eine wichtige Möglichkeit ist, auch auf junge Menschen zu schauen, die schon über dem regulären Ausbildungsalter sind,“ so Zirra. „Das Förderprogramm Zukunftsstarter erleichtert Arbeitgebern älteren Azubis eine zweite Chance zu bieten und sich loyale, verlässliche Mitarbeiter zu sichern.“

Nähere Informationen zu den Fördervoraussetzungen erhalten interessierte Arbeitgeber unter der gebührenfreien Servicenummer 0800 4 5555 20 des Arbeitgeberservices der Agentur für Arbeit.

Stadt Landshut: Insgesamt waren knapp 1.800 Landshuter im März 2017 über die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Landshut Stadt auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 60 Personen weniger als im Februar und 170 weniger als im Vorjahresmonat. In der Stadt Landshut errechnete sich im März 2017 eine Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent. Sie ist damit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und 0,6 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat.

Landkreis Landshut: 2.500 Menschen und damit 350 weniger als im Vormonat und 440 weniger als im Vorjahr waren im März auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Landshut betrug im März 2017 2,7 Prozent. Sie ist damit 0,4 Prozentpunkt niedriger als im Februar. Im Vorjahresmonat betrug sie 3,3 Prozent.


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