18.07.2011, 18:39 Uhr

Harald Grill steht im Mittelpunkt der Landshuter Literaturtage 2011 Der Lyriker aus (dem) Wald

Die diesjährigen 15. Landshuter Literaturtage widmet die Stadt Harald Grill, Lyriker, Erzähler und Romancier aus Wald im Landkreis Cham, der am Mittwoch, 20. Juli, seinen 60. Geburtstag feiert.

LANDSHUT Die Literaturtage finden von 7. bis 30. November statt und haben neben dem Leben und Werk Grills auch den bairischen Dialekt als Literatursprache zum Thema.

Zu diesen Themen sind Vorträge, Lesungen, eine Theateraufführung und eine Podiumsdiskussion geplant. Referenten sind u.a. der emeritierte LMU-Professor Dr. Reinhard Wittmann, der den Eröffnungsvortrag im Rathaus in der Altstadt halten wird, BR-Redakteur Gerald Huber mit seiner „kleinen bairischen Wortkunde“ und der Akademische Direktor an der Universität Passau im Fachbereich Germanistik, Dr. Hans Göttler. Alle drei Referenten sind bekannte Fachleute für bairische Literatur und Sprache.

Harald Grill wurde am 20. Juli 1951 in Hengersberg geboren. Er war bis 1988 pädagogischer Assistent, seitdem ist er als freier Schriftsteller tätig. Zu seinen wichtigsten Werken zählen die Romane „Hochzeit im Dunkeln“ und „gehen lernen“, Lyrikbände wie „auf freier strecke“ und „bairische Gedichte“, Reiseberichte, Radiofeatures und Theaterstücke, etwa „Dem Hans sei Ganshaut oder wo die Liebe hinfällt“. Mit seinen Kindergeschichten wie „Hans im Glück – hin und zurück“ und „Da Schatz auf da Hochhausinsel“ tritt Grill gern und oft auch in Schulen auf, unter anderem um Werbung für den Wert der Zweisprachigkeit mit Dialekt und Hochsprache zu machen. Dieses Thema „innere Zweisprachigkeit“ wird auch während der Landshuter Literaturtage eine Rolle spielen.

Die Landshuter Literaturtage, die in diesem Jahr zum 15. Mal stattfinden, stellen jeweils einen Autor in ihren Mittelpunkt. Dabei sollen Werk und Leben des Schriftstellers in den Fokus gerückt, aber auch die regionalen Bezüge seines Schaffens herausgearbeitet werden, mit möglichst vielen Genres von Film über musikalisch begleitete Lesungen bis zum Theater. Mit Mitmachaktionen wie einem heuer geplanten öffentlichen Vorlesewettbewerb, der Beteiligung von örtlichen Schulen und einer begleitenden Ausstellung im Rathaus steht Landshut im November traditionell im Zeichen der Literatur. Bisher widmeten sich die Literaturtage Autoren wie Heimito von Doderer, Mirjam Pressler, Reiner Kunze, Günter Eich und Lena Christ. 


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