01.02.2017, 14:37 Uhr

Elefantentreffen 2017 zu Ende Stählerne Biker im Gefrierschrank - Bildergalerie

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Es ist DAS Motorradtreffen im Winter: Das Elefantentreffen in Solla. Am Sonntag ging es zu Ende und es war wieder einzigartig. Seit Jahren war es zum ersten Mal wieder richtig bitterkalt und es lag reichlich Schnee. So lieben es die Fans.

GEISENHAUSEN Irgendwann gegen 23 Uhr am Montag kommt der „Zapa“ aus Moosburg ins Zelt der Motorradfreunde Geisenhausen. Der kultige Liedermacher und überzeugte Biker wird johlend begrüßt und macht sich bald daran, auf seiner Gitarre ein paar selbst geschriebene Nummern zu „klampfeln“.

Damit man es bei der brutalen Kälte aushalten kann, knistert im Zelt ein Feuerkorb mit provisorischem Ofenrohr-Abzug.

Solche Szenen sind Standard bei einem der härtesten Biker-Treffen Europas, dem „Elefantentreffen“ in Solla bei Thurmansbang im Landkreis Freyung-Grafenau. Auch diesmal, bei der 61. Auflage, war der Landkreis Landshut mit seinen harten Jungs gut vertreten: allen voran die Motorradfreunde Geisenhausen. Die Hardcore-Insider rücken mehrere Tage vor dem offiziellen Termin des Elefantentreffens (27. bis 29. Januar) an. Dann steigen die besten Partys.

Italiener, Franzosen, Russen und Tschechen

Also bezogen der „Glabberl“, der „Nico“, der „Sumpfi“, der „Sam“ und die anderen Geisenhausener frühzeitig Quartier und demonstrierten, wie man es mit guten Schlafsäcken und (teilweise) beheizten Zelten unter Extrembedingungen sehr gut aushalten kann. So kalt wie 2017 war es jedenfalls schon seit Jahren nicht mehr.

Wer rund um Solla ein Zimmer mietet oder seinen Feuerstuhl nicht vom Heimatort hierher bewegt, gilt in der Szene als Schwächling. Die große Show lieferten beim Elefantentreffen traditionell die Motocross-Bikes, Militärmaschinen und allen voran die Gespanne.

Der „Bagser“ zum Beispiel kämpfte mit dem Kickstarter seiner wuchtigen „Ural Dnjepr“ aus den 60er Jahren, bis sie endlich startete.

Neben den Bikern aus Bayern campierten auch diesmal wieder viele italienische, französische, niederländische, tschechische und russische Zweirad-Fans im Bayerischen Wald. 2018 im Januar kommen sie bestimmt alle wieder nach Solla, in den „Kessel“.


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