28.04.2011, 09:56 Uhr

Tetra-Funk-Projekt in München mittlerweile gestoppt Der Digitalfunk gerät ins Wanken

Die Gegner des Digitalfunks befürchten gesundheitliche Schäden. Foto: Tobias GrießerDie Gegner des Digitalfunks befürchten gesundheitliche Schäden. Foto: Tobias Grießer

Landtagsabgeordnete Jutta Widmann mischt sich in den Streit um den Digitalfunk ein: „Angesichts der vielen technischen Schwierigkeiten sollten sämtliche weitere Planungen jetzt erst einmal eingefroren werden, bis die Probleme geklärt sind.“

LANDSHUT/MÜNCHEN Streitsache Digitalfunk: Kaum ein Projekt ist so umstritten wie der Aufbau des Digitalfunks. Die einen fürchten die hohen Kosten, die anderen gesundheitliche Schäden durch die Tetra-Funkmasten und die nächsten bezweifeln den Sinn des gesamten Projekts. Jetzt hat die Stadt München das Projekt aufgrund schwerwiegender technischer Probleme gestoppt.

„Angesichts der vielen technischen Schwierigkeiten sollten sämtliche weitere Planungen jetzt erst einmal eingefroren werden, bis die Probleme geklärt sind“, fordert Landtagsabgeordnete Jutta Widmann. Dies gelte auch in Bezug auf den Aufbau der umstrittenen Tetra-Funkmasten.

„Es macht doch keinen Sinn, jetzt eine Menge Geld auszugeben und überall Tetra-Funkmasten aufzubauen, wenn die Polizei den Digitalfunk dann doch nicht nutzen kann“, so die Landtagsabgeordnete der Freien Wähler.

Die Staatsregierung solle daher alle weiteren Baupläne auf Eis legen und die „Zwangspause“ nutzen, um mit den betroffenen Gemeinden und Anwohnern einen konstruktiven Dialog zu führen. „Ich hoffe, dass sich das Innenministerium hier besinnt und deutlich stärker als bisher auf die Ängste und Sorgen der Bevölkerung eingeht“, erklärt Jutta Widmann.


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