22.05.2015, 14:51 Uhr

Bastian und Tobias Merches wollen mit dem Zombräu überzeugen Die Bier-Brüder aus Mirskofen!

Die Bier-Brüder aus Mirskofen: Geschäftsführer Bastian (li.) und Braumeister Tobias Merches. Foto: Tobias GrießerDie Bier-Brüder aus Mirskofen: Geschäftsführer Bastian (li.) und Braumeister Tobias Merches. Foto: Tobias Grießer

Bastian (li.) und Tobias Merches sind Bier-Liebhaber – und seit kurzem stolze Baruerei-Besitzer!

MIRSKOFEN Bayern ist das Land der Bierbrauer. Die rund 600 aktiven Brauereien im Freistaat haben jetzt Zuwachs bekommen: den Zombräu aus Mirskofen (Landkreis Landshut)! Die Brüder Bastian und Tobias Merches haben sich seit Jahren dem Bierbrauen verschrieben und nun den großen Schritt gewagt, mit einer eigenen Brauerei an den Start zu gehen.

„Die Idee einer eigenen Brauerei haben wir seit fünf Jahren“, gesteht Geschäftsführer Bastian Merches. „Bis zur Umsetzung hat es aber einige Zeit gedauert.“ Schließlich ist die Brauerei ein Zwei-Mann-Betrieb, und die Merches-Brüder mussten Erfahrung sammeln, um ihren „Masterplan“ in die Tat umsetzen zu können.

Schließlich sollte Zombräu (www.zombräu.de) nicht mit einem herkömmlichen Hellen oder Weißbier an den Start gehen. Bastian Merches (33): „Da wimmelt es in Bayern nur so davon.“ Darum entschieden sich er und sein 24-jähriger Bruder, der in Weihenstephan Brauwesen studiert, sich auf Spezialbiere zu stürzen. Nach einigen „Testläufen“ war Braumeister Tobias und Geschäftsführer Bastian klar: „Wir brauen ein India Pale Ale und ein Imperial Stout.“

Während es sich beim Stout um ein tiefschwarzes, obergäriges und malzbetontes Bier – ähnlich dem beliebten Guinness – handelt, wartet beim India Pale Ale (IPA) ein helles, starkes Ale mit hohem Alhokol- und Hopfengehalt und fruchtiger Note auf den Genießer. Das IPA steht unter dem Namen „Macumba“ im Tragerl, beim Imperial Stout erklärt der Name „Motor Oil“ von selbst.

Bis die Biere allerdings „salonfähig“ waren, haben die Merches-Brüder beim Giesinger Bräu in München – wo Tobias Merches einige Monate gearbeitet hatte – Unterschlupf gefunden, konnten ihre Biere vollenden und sogar einen 5-Hektoliter-Sud brauen. Bastian Merches: „Das erste Bier, das wir nicht alleine trinken, sondern einer breiten Masse anbieten können.“ Und der gute Kontakt mit Giesinger Bräu blieb bestehen. Als die Giesinger Emporkömmlinge am Münchner Bierhimmel ihre Anlage gegen eine wesentlich größere austauschen müssen, schlagen die beiden Jungs vom Zombräu zu – und kaufen die kleinere Giesinger Anlage. Tobias Merches: „Damit war klar, dass wir unser Ding mit einer eigenen Brauerei durchziehen.“

Die Suche nach einem geeigneten Objekt endete schließlich in Mirskofen: Das ehemalige Raiffeisen-Gebäude stand leer – und beheimatet jetzt den Zombräu! Nach einem Jahr Umbauarbeit haben es Tobias und Bastian Merches geschafft: Die Bierproduktion läuft, Flaschen abfüllen und etikettieren erledigt das Zombräu-Duo in Handarbeit – derzeit meistens noch am Wochenende. Bastian Merches zum Wochenblatt: „Wir bauen gerade den Kontakt zu Getränkemärkten und Lokalen auf und werden uns Stück für Stück ausbreiten.“

Wer sich selbst ein Bild vom Zombräu in Mirskofen und den Biersorten „Macumba“ und „Motor Oil“ verschaffen will, ist bei der offiziellen Brauereieröffnung am Samstag, 30. Mai, von 14 bis 21 Uhr in der Oberen Sendlbachstraße 19 in Mirskofen goldrichtig. Neben Live-Musik, Speis und Trank im Bierzelt besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Brauerei zu besichtigen.


0 Kommentare