06.02.2012, 12:45 Uhr

Requiem am Donnerstag Altlandrat Faltermeier gestorben

Am Samstag ist der langjährige Kelheimer Landrat a.D. und Kreisrat Rudolf Faltermeier verstorben. Erst im Dezember hatte der Vater des heutigen Landrats die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber erhalten. Das Requiem findet am Donnerstag statt.

KELHEIM Ein politisches Urgestein, ein maßgeblicher Gestalter insbesondere für den Landkreis Kelheim ist verstorben: Landrat a.D. Rudolf Faltermeier starb am Samstag (4. Februar). Der angesehene und im Wortsinn ausgezeichnete Politiker wäre am 12. Februar 2012 86 Jahre alt geworden. Er ist Vater zweier Söhne, darunter der amtierende Landrat Dr. Hubert Faltermeier, hat drei Enkel und zwei Urenkel.

1976 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz und 1995 mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet. Der Kreistag hat ihm in Anerkennung seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Kreisrat und Landrat für seine hervorragenden Verdienste um den Landkreis Kelheim im Jahr 2001 den Ehrenring in Gold, die höchste Auszeichnung des Landkreises, verliehen. 2006 erhielt er die Kommunale Verdienstmedaille in Gold und die Ehrenbürgerwürde der Stadt Kelheim Im Dezember 2011 wurde ihm die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber verliehen.

Geboren wurde Rudolf Faltermeier am 12. Februar in Kelheim; aufgewachsen ist er mit vier Geschwistern in Weltenburg. Mit 17 Jahren wurde er zum Frontdienst nach Russland eingezogen, ein schweres Kriegsleiden, mehrere lebensgefährliche Operationen und monatelange Klinikaufenthalte waren die Folgen. 

Im November 1947 heiratete er seine Liebe Maria, mit der er fast 60 Jahre verheiratet war - sie verstarb am 12. Februar 2006. Neben der Familie war seine große Leidenschaft die Kommunalpolitik. Seine positive Lebenseinstellung, seine zupackende Art und seine Risikobereitschaft sind bei älteren Landkreisbürgern allseits in bester Erinnerung.

Als Landrat war Rudolf Faltermeier vom März 1967 bis zum 30. April 1978 tätig; in der Wahl im Juni 1972 wurde er im Amt bestätigt. Seit dem 1. Mai 1956 bis zum heutigen Tag, also seit über 55 Jahren war er Mitglied des Kelheimer Kreistages. Als Stadtrat der Kreisstadt Kelheim und Fraktionssprecher hat er vom 1. Mai 1956 bis zum März 1967 die Interessen der Kelheimer Bürgerinnen und Bürger vertreten. 

In den Jahren von 1954 bis 1962 trug er als Sozialrichter am Sozialgericht Landshut große Verantwortung. Als Mitglied des Bayerischen Landtages von 1962 bis 1966 stand er im Dienst der Legislative und setzte sich als Abgeordneter mit Vehemenz und Ausdauer für die Interessen des Landkreises Kelheim ein.  

Das Requiem findet am Donnerstag, 9. Februar, um 14.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in Kelheim statt; anschließend Beisetzung im Waldfriedhof Kelheim.


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