27.04.2017, 13:01 Uhr

Info-Tag am 12. Mai Berufsschule St. Franziskus informiert über das Berufsvorbereitungsjahr

Foto: Ursula HildebrandFoto: Ursula Hildebrand

Die Berufsschule St. Franziskus in Abensberg lädt am 12. Mai zu einem Info-Tag in die Außenstelle BVJ (Berufsvorbereitungsjahr) in die Münchener Straße 4 ein. In der Zeit von 8 bis 12 Uhr können sich Schüler, Eltern, sowie Lehrkräfte informieren.

ABENSBERG Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) in Abensberg kann für viele Jugendliche ohne Ausbildungsstelle ein Sprungbrett in den Beruf sein. Als wichtigste Voraussetzung zur Aufnahme gilt dabei, dass die allgemeine Schulpflicht (9 Schulbesuchsjahre) erfüllt ist. Schüler, die im Juli 2016 aus der Förderschule oder aus der Mittelschule der Jahrgangsstufen 9, 8 oder 7 ohne qualifizierenden Hauptschulabschluss ausscheiden, können sich für das nächste Schuljahr im BVJ anmelden.

Hauptziel des Berufsvorbereitungsjahres ist es, die Jugendlichen für eine Berufsausbildung oder für den Eintritt in das Berufsleben zu befähigen. Primäres Anliegen der Schule ist die Vorbereitung auf eine Berufstätigkeit. Der Unterricht umfasst dabei 37 Wochenstunden mit einem hohen fachpraktischen Anteil. Somit erfüllt das BVJ eine wichtige Brückenfunktion: es erleichtert den Übergang von der allgemeinbildenden Schule zur Berufstätigkeit bzw. zur Berufsausbildung.

Das Berufsvorbereitungsjahr ist eine vollzeitschulische Maßnahme mit der Dauer eines Schuljahres. Auch die Möglichkeit zur Erfüllung der Berufsschulpflicht nach nur einem Schuljahr ist für das BVJ bedeutsam. Dies ist besonders notwendig für den Personenkreis, der keine qualifizierte Berufsausbildung aufnehmen kann oder will.

Jeder Schüler, der sich anmeldet, entscheidet sich bei der Anmeldung für ein Berufsfeld seiner Wahl. Im BVJ Abensberg stehen dabei folgende berufliche Bereiche zur Auswahl: Metalltechnik, Holztechnik, Gartenbau/Hauswirtschaft, Bautechnik, Farbtechnik, Verkauf und Lebensorientierung/Hauswirtschaft.

Das vollzeitschulische Angebot des Berufsvorbereitungsjahres wird vornehmlich in solchen Berufsfeldern angeboten, die erwarten lassen, dass Schüler mit Lernschwierigkeiten den beruflichen Anforderungen dieser daraus ableitbaren Berufe gerecht werden können.

Während dieser einjährigen Maßnahme sind außerdem zwei Praktika vorgesehen. Die Schüler wählen dabei ihren Praktikumsbetrieb selbst aus. Dem Jugendlichen wird dadurch ein wichtiger Einblick in das reale Berufsleben gewährt, zudem kann er sich über sein Arbeitsverhalten möglicherweise für eine Arbeitsstelle oder einen Ausbildungsplatz anbieten.

Das BVJ gibt den Erziehungsberechtigten und dem Schüler auch die Möglichkeit zu einer intensiven Berufsberatung, an der neben dem Berufsberater der Agentur für Arbeit auch der Fachlehrer teilnimmt. Die Berufswahlmöglichkeiten können dadurch von fachlichen Erkenntnissen und Ergebnissen aus der theoretischen wie praktischen Tätigkeit gestützt werden.

Im Übrigen bleibt noch zu erwähnen, dass der Schulweg für den Schüler kostenfrei ist und während dieser Maßnahme auch ein Anspruch auf Kindergeld besteht. Am Ende des Berufsvorbereitungsjahres erhält der Schüler ein Abschlusszeugnis mit dem Vermerk, dass die Berufsschulpflicht erfüllt ist. Sollte der Jugendliche anschließend eine Ausbildung beginnen, lebt die Berufsschulpflicht von Neuem auf. Bei entsprechenden Leistungen kann der Jugendliche auch den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule erwerben, der durch einen Vermerk im Zeugnis bestätigt werden kann.

Die Anmeldung kann zunächst telefonisch erfolgen unter der Rufnummer 09443/ 9186-3. Hier erhalten Sie auch Auskunft über den Info-Tag, an dem wichtige Informationen über diese Schulausbildung gegeben werden und an dem auch die einzelnen Berufsfelder besichtigt werden können.

Der Infotag findet am Freitag, 12. Mai, von 8 bis 12 Uhr in der Münchener Straße 4 an der Berufsschule St. Franziskus statt. Dort können sich die Jugendlichen auch für das BVJ zum nächsten Schuljahr anmelden.


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