12.04.2017, 20:10 Uhr

Bilani 2016, ein einsatzreiches Jahr für die BRK-Sanitätsbereitschaft Kelheim

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Am 9. März hielt die BRK-Sanitätsbereitschaft Kelheim in den Räumlichkeiten des BRK-Kreisverbandes Kelheim die Jahreshauptversammlung 2016 ab.

KELHEIM Bereitschaftsleiter Andreas Ober begrüßte die anwesenden Gäste und 47 von seinen 66 Helferinnen und Helfer der Bereitschaft Kelheim. Unter den Gästen war der zweite Bürgermeister der Stadt Kelheim,Franz Aunkofer, Kreisgeschäftsführer Edgar Fischer, Fritz Mathes als Mitglied der BRK-Vorstandschaft, Edward Antczak als Chefarzt des BRK-Kreisverbandes, Kreisbereitschaftsleiter Karl Puschmann und dessen Stellvertreter Martin Geretshauser.

Aunkofer hob in seinem Grußwort besonders die Wichtigkeit des Ehrensamtes in der Gesellschaft hervor. Es sei nicht mehr selbstverständlich zu jeder Tages- und Nachtzeit für die Gesellschaft einsatzbereit zu sein. Bürgermeister Aunkofer bedankte sich im Namen der Stadt Kelheim für diese Einsatzbereitschaft und wünschte den anwesenden stets ein gutes Gelingen und einen unfallfreien Einsatz- und Übungsdienst.

Im Jahresbericht des Bereitschaftsleiters Andreas Ober bedankte er sich bei allen Helferinnen und Helfern für den geleisteten Dienst im Jahre 2016. 15.532 Übungs- und Einsatzstunden wurden von der Sanitätsbereitschaft Kelheim geleistet. Es wurden 57 Sanitätsdienste abgearbeitet bei den verschiedensten Veranstaltungen. Besonders zu erwähnen ist hier wieder das 24 Stunden Rennen, bei dem 36 Rot-Kreuzler im Schichtbetrieb an verschieden strategischen Standorten für die medizinische Versorgung der Mitwirkenden sorgten. Während des ganzen Rennens fungierte der Bereitschaftsarzt Dr. Markus Hantschel als Notarzt für so manche "Wehwehchen", aber auch bei spektakulären Stürzen war er gefordert.

58 mal wurde die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst von der integrierten Leitstelle Landshut zur Unterstützung des öffentlich rechtlichen Rettungsdienstes angefordert, wenn dieser überlastet war. Die Helfer leisten bei diesen Einsätzen medizinische Erstversorgung bei internen und chirurgischen Notfällen, aber auch bei zahlreichen Bränden und Verkehrsunfällen wurden sie alarmiert. Zu vier Suchaktionen wurden die Retter angefordert, da die Bereitschaft über einen Mercedes-G-Geländewagen mit Spezial-Rettungswanne verfügt um verletzte Personen aus unwegsamen Gelände zu retten.

Die Flüchtlingswelle beschäftigte die Helfer auch 2016. Im Januar wurde die Notunterkunft am Rennweg in Kelheim geschlossen und alle Gerätschaften abgebaut. Medizinische Erstuntersuchungen unter Federführung des Leiters der Gesundheitsabteilung des Landratsamtes Kelheim, Dr. Alexander Werner, wurden bei allen ankommenden Flüchtlingen in den Notunterkünften Elsendorf und Mainburg durchgeführt. 14 mal wurden unsere Helfer zu Zugbegleitungen von Flüchtlingszügen angefordert. Hierbei mussten jeweils vier Helfer mit bis zu 750 Flüchtlingen jeden Alters Sonderzüge von zum Beispiel Freilassing nach Köln begleiten. Mit einer Notfallausrüstung waren sie für die Betreuung und medizinische Grundversorgung der Flüchtlinge zuständig. Keine leichte Aufgabe, aber die dankbaren Flüchtlingsaugen haben die Sanitäterinnen und Sanitäter der Sanitätsbereitschaft motiviert für ihren fast 24-stündigen Einsatz.

Auch beim Katastropheneinsatz in Simbach am Inn waren die Kelheimer Helfer im Einsatz. Die Verpflegung der Betroffenen und auch der Helfer von anderen Hilfsorganisationen stand hier im Brennpunkt. Aber auch medizinische Hilfe wurde geleistet im Schadensgebiet, so wurden an Einsatzschwerpunkten Unfallhilfsstellen errichtet und betrieben. Der 40-Tonnen-Lkw des Kreisverbandes Kelheim wurde zum Transport von Einsatzgeräten, die aus dem Zentrallager des DRK in Berlin angefordert wurden, mehrmals eingesetzt.

Auch die Auslandhilfe gehört zur Aufgabe der Bereitschaft Kelheim. Medizinische Hilfsgüter, aber besonders Kleidung, wurde mit dem Lkw des Roten Kreuzes nach Starjy Sambir in der Ukraine transportiert. In Zusammenarbeit mit der Caritas und ehrenamtlichen Ukrainehelfern wurden die humanitären Hilfsgüter, die sich aus Spenden der Kelheimer Bevölkerung zusammensetzen, an das örtliche Rote Kreuz und die Sozialstation des Bezirkes Starjy Sambir übergeben.

Die Unterstützungsgruppe Information und Kommunikation musste im Jahr 2016 15 Mal ausrücken. Diese Gruppe unterstützt bei größeren Schadensereignissen die Sanitätseinsatzleitung, bestehend aus leitendem Notarzt und organisatorischen Leiter des BRK Kreisverbandes Kelheims. In ihrem Einsatzleitfahrzeug befindet sich eine Vielzahl von Kommunikationsmitteln und EDV, um die Verbindung zur Leitstelle in Landshut und anderen Hilfsorganisationen zu gewährleisten. Sie sorgt somit für einen reibungslosen Einsatzablauf.

Die Wahl der Bereitschaftsleitung stand 2017 wieder an. In einer geheimen Wahl wurde Bereitschaftsleiter Andreas Ober von den anwesenden Mitgliedern wieder für vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Ebenso sein langjähriger Stellvertreter Alfons Schels. Bereitschaftsleiter Ober und Schels bedankten sich für das ihnen entgegengebrachte Vertrauen bei den anwesenden Mitgliedern. Ebenso bedankte sich die Bereitschaftsleitung beim Kreisgeschäftsführer Edgar Fischer und dem Leiter Rettungsdienst, Stephan Zieglmeier, für die gute Zusammenarbeit.

Besonders bedankte sich Ober bei der Stadt Kelheim, für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit bei einer Vielzahl von Veranstaltungen bei der die Stadt und das BRK zusammenarbeiten. Bürgermeister Aunkofer versprach dies dem ersten Bürgermeister Horst Hartmann, der sich entschuldigen lies, und der Verwaltung sowie dem Bauhof zu übermitteln. Kreisbereitschaftsleiter Karl Puschmann nahm noch einige Ehrungen für langjährige Mitglieder vor.


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