19.06.2015, 10:49 Uhr

Fördermöglichkeiten Energieeffizienz – Klimaschutz in Unternehmen und Kommunen rechnet sich

Foto: Landkreis KelheimFoto: Landkreis Kelheim

Das Klimaschutzmanagement des Landkreises Kelheim und die IHK Oberpfalz/Kelheim informierten am 15. Juni 2015 Firmen und Kommunen über Gesetzesänderungen und neue Fördermöglichkeiten zur noch effizienteren Nutzung von Energie. Hintergrund waren neue Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen unter 250 Mitarbeitern sowie gesetzliche Änderungen.

LANDKREIS KELHEIM Landrat Dr. Hubert Faltermeier freute sich bei seiner Begrüßung über das große Interesse der über 60 Besucher und hob hervor: "Neben den wirtschaftlichen Anreizen und den gesetzlichen Vorschriften ist nicht außer Acht zu lassen, dass mit Energiemanagement im Betrieb auch ökologische Ziele verfolgt werden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz werden dadurch geleistet. Der Landkreis hat sich zum Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß bis 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 um 60 Prozent zu reduzieren. Zur Zielerreichung sind die regionalen Betriebe von besonderer Bedeutung. Denn neben dem Ausbau von erneuerbaren Energien sind Energieeinsparung und Energie-effizienzsteigerung essentielle Säulen der Energiewende. Und nur wenn Kommunen, Wirtschaft und Privathaushalte an einem Strang ziehen, können die Klimaschutzziele erreicht werden."

Die gesetzlichen Verpflichtungen, die daraus entstehenden Chancen und was dabei zu beachten ist, wurden von den Experten Markus Bschick (MB Effizienz GmbH) und Thorsten Grantner (OmniCert Umweltgutachter GmbH) ausführlich dargestellt. Kleine Unternehmen bis 250 Mitarbeiter können sich eine Energieberatung zu 80 Prozent vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern lassen, wenn sie mit einem qualifizierten Berater zusammenarbeiten. Für diese kleinen und mittleren Unternehmen bestehe zwar keine gesetzliche Pflicht, es lohne sich aber aufgrund der dadurch ermittelten Energieeinsparmöglichkeiten auch für sie. Unternehmen ab 250 Mitarbeitern oder ab 50 Millionen Euro Jahresumsatz müssen hingegen seit Mai diesen Jahres bis 5. Dezember 2015 Effizienzmaßnahmen vornehmen. Sie können ein sogenanntes "Energieaudit" nach der Norm DIN16247 durchführen, das im Prinzip der geförderten Energieberatung der kleinen Unternehmen entspricht.

Dabei ist eine energetische Erfassung und Bewertung von Energieträgern, Gebäuden, Fuhrparks, Anlagen und Abläufen die Voraussetzung zur punktuellen Verbesserung der Energiebilanz im Unternehmen. Alternativ können die Unternehmen noch in 2015 damit beginnen, ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einzuführen und dieses bis spätestens 2016 unabhängig zertifizieren zu lassen. Die internationalen Normen EMAS und ISO 50001 sorgen hier für die nötige Anerkennung in der Wirtschaft und sichern die Vorrangstellung Deutschlands bei Klimaschutz und Energiewende.

Im Anschluss berichteten Christian Schie und Albert Pitzl von Johnson Controls Interiors GmbH & Co. KG über die Erfahrungen bei der Einführung eines Energie-managements in ihrem Betrieb. Den Besuchern wurde eindrucksvoll dargestellt, welche Maßnahmen die Firma ergriffen hat, um ein vorbildliches Energiemanagement zu etablieren und welche Energieeinsparungen dadurch bereits realisiert werden konnten.


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