15.12.2010, 11:05 Uhr

Martin Runge will der Gemeinde jetzt helfen Tetra-Mast: "Je weiter weg, umso besser..."

Martin Runge will den Mauernern in der Diskussion um den geplanten Tetra-Funkmast am Gandorfer Berg (das Wochenblatt berichtete) helfen.

MAUERN Bei einer Infoveranstaltung der „Bürgerinitiative Tetra-funkfreies Mauern“ in der Weinstube des Alten Wirts am Montagabend sagte der Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen der Gemeinde und den Bürgern seine Unterstützung zu: „Füttern Sie mich mit Infos – und ich werde mich darum kümmern.“

Verunsicherung herrscht seit Wochen in Mauern, weil ein 50 Meter hoher Funkmast direkt am Ortsrand geplant ist – und bereits hinter dem Rücken der Bürger und des Gemeinderats ein Pachtvertrag mit dem Grundstückseigentümer unterzeichnet wurde. „Das geht so nicht. Der erste Schritt ist die Information des Bürgermeisters und der Gemeinde über das Vorhaben“, erklärte Runge vor rund 120 Zuhörern. Da dies aber in Mauern nicht geschehen sei, empfahl er den Bürgern den Widerstand hoch zu halten. Zumal neben den gesundheitlichen Risiken auch die Wertminderung der Immobilien zu bedenken sei. „In meiner Heimatgemeinde Gröbenzell gab es Häuser, die nicht mehr verkauft werden konnten – oder nur zu 40 oder 50 Prozent weniger“, so Runge.

Unterm Strich konnte Runge den Zuhörern nur wenig Hoffnung geben, dass die in die Kritik geratene Tetra-Technik generell verhindert werden könne. Das bundesweite, milliardenschwere Projekt werde wohl durchgezogen: „Erst mit dem vorhandenen alten Zeug und dann wird wahrscheinlich für viel Geld nachgerüstet.“ Da ein Funkmast wahrscheinlich nicht generell wegzukriegen sei, solle man sich auf die Standortfrage konzentrieren. „Je höher und je weiter weg der Mast steht, umso besser“, gab Runge eine Faustregel mit auf den Weg.


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