08.10.2019, 08:33 Uhr

Mit der Drehleiter Mutter und Kind bei Kellerbrand gerettet

Die Drehleiter wurde vor dem Gebäude in Stellung gebracht, um zwei Personen aus dem zweiten Stock in Sicherheit zu bringen. (Foto: FFW Freising)Die Drehleiter wurde vor dem Gebäude in Stellung gebracht, um zwei Personen aus dem zweiten Stock in Sicherheit zu bringen. (Foto: FFW Freising)

Großalarm am Montagnachmittag an der Mainburger Straße: im Keller eines Mehrfamilienhauses brach ein Feuer aus.

FREISING Mehreren Personen war der Fluchtweg abgeschnitten. Die Freisinger Feuerwehr konnte eine Mutter mit ihrem Kleinkind über die Drehleiter in Sicherheit bringen. Ein Anwohner erlitt bei eigenen Löschversuchen eine Rauchgasvergiftung.

Um 16:29 Uhr wurde die Freisinger Hauptfeuerwache von der Integrierten Leitstelle alarmiert. Noch während der Anfahrt des Löschzuges wurde die Alarmstufe erhöht, da Personen vom Feuer eingeschlossen waren. Weitere Einheiten von der Feuerwache 2, aus Attaching und Pulling rückten aus.

Als rund sieben Minuten später die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, wurde umgehend die Drehleiter in Stellung gebracht, um eine Mutter mit ihrem Kleinkind unverletzt von der Dachterrasse des zweigeschoßigen Wohnhauses zu retten. Ein Trupp unter Atemschutz ging über die Tiefgarage zur Brandbekämpfung in den Keller vor. Weitere Atemschutzgeräteträger suchten das bereits völlig verrauchte Treppenhaus nach Menschen ab. Zwei weitere Personen, die vom Rauch in ihrer Wohnung eingeschlossen waren, hatten sich auf den Balkon in Sicherheit gebracht. Sie waren nicht unmittelbar in Gefahr und konnten unter Betreuung durch die Feuerwehr dort verbleiben.

Die Ursache für die starke Rauchentwicklung war schnell gefunden: Unrat, der unter der Treppe gelagert war, hatte aus noch ungeklärter Ursache Feuer gefangen und wurde gelöscht. Ein Anwohner hatte zuvor noch mit dem Gartenschlauch versucht, den Brand zu bekämpfen, brach seine Versuche aber wegen des starken Qualms ab. Dabei zog er sich eine Rauchgasvergiftung zu und musste vom Rettungsdienst vor Ort versorgt werden.

Bereits nach etwa 15 Minuten war das Feuer aus und die Situation entschärft. Stadtbrandinspektor Frankl, der den Einsatz leitete, zeigte sich glücklich über den relativ glimpflichen Ausgang des Brandes, warnte aber zugleich davor, dass Unrat, der in Treppenräumen gelagert wird, bei Bränden zur tödlichen Falle werden kann. „Unter der Kellertreppe und vor den Wohnungen sollten niemals brennbare Gegenstände gelagert werden“, appelliert Frankl. Sie seien nicht nur Nahrung oder Ursache für ein Feuer, sie können auch die Fluchtwege einschränken oder blockieren.

Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute (darunter 30 Atemschutzgeräteträger) mit 14 Fahrzeugen im Einsatz.


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