03.07.2019, 07:39 Uhr

Tierschützer erstatten Strafanzeige Über 200 Schweine qualvoll erstickt

(Foto: PETA)(Foto: PETA)

Lüftungsanlage des Stalles war ausgefallen

NANDLSTADT Im bayerischen Nandlstadt erlitten Mitte Juni der Tierschutzorganisation PETA zufolge 213 Schweine in einem Mastbetrieb einen langsamen Erstickungstod. Offenbar war die Belüftungsanlage des betreffenden Betriebs aus ungeklärter Ursache ausgefallen, auch der Alarm schlug nicht an. Ob es ein Notstromaggregat gab und warum dieses nicht angesprungen ist, muss geklärt werden.

Die Tierschutzorganisation PETA erstattete deshalb nun Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Landshut wegen des Verdachts grober Fahrlässigkeit bei der Instandhaltung und Prüfung der Stalltechnik.

„Schweine sind sehr hitzeempfindlich. Genau wie Hunde können sie nicht schwitzen“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Fällt in den geschlossenen Stallsystemen die Lüftungsanlage über einen längeren Zeitraum aus, ist das meist das Todesurteil für die Tiere – verbunden mit einem langandauernden, qualvollen Erstickungskampf.“