19.05.2019, 21:18 Uhr

Freibaderöffnung 71.140 Bahnen in 24 Stunden

Sebastian Humm, Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, Dr. Odo Weyerer und Prof. Hjalmar Kurzen vom Rotary Club München Flughafen dankten den großzügigen Sponsoren. (v. li.) (Foto: hak)Sebastian Humm, Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, Dr. Odo Weyerer und Prof. Hjalmar Kurzen vom Rotary Club München Flughafen dankten den großzügigen Sponsoren. (v. li.) (Foto: hak)

Soziale Schwimmer mit Sportgeist im „fresch“.

FREISING Es war ein furioser, historischer Auftakt in die erste Freisinger Freibadsaison im „fresch“ und ein grandioses Sport-Sommerwochenende für Freising.

Über 300 Schwimmer verwandelten das neue Erlebnisbad beim ersten 24-Stunden-Schwimmen „swim for good“ von Samstag, 12 Uhr, bis Sonntag, 12 Uhr, in eine riesige, brodelnde Sportarena.

Zur Neueröffnung des Freibads hatte der Rotary Club München Flughafen zusammen mit den Stadtwerken und dem Flughafen München das Benefizschwimmen organisiert. 1778,5 Kilometer, also 71.140 Bahnen, brachten die Teilnehmer aus Nah und Fern ins Wasser.

Über Zuwendungen vom Sponsorenscheck über 11.500 Euro dürfen sich jetzt Organisationen wie die Lebenshilfe Freising, das Frauenhaus, die Wasserwachten Freising und Kranzberg, Prop e.V. und das OMG Neufahrn freuen. „Man tut sich und anderen Gutes,“ fasste der Chef-Organisator vom Rotary Club München Flughafen, Sebastian Humm, die außergewöhnlichen 24 Stunden zusammen. Und vor allem dank der zuversichtlichen Unterstützer-Firmen wurde das neue Event zu einem großen Erfolg.

Mit am Start waren die unterschiedlichsten Schwimmer: Vertreter der Stadt Freising, die Flughafenpolizei, Vereine aus Freising und der Region, die Wasserwachten, der TSV Erding mit fast 50 Teilnehmern, die Polizei Freising, Triathleten, Rentner, Schüler, Firmen, Zufallsgäste - irgendwie alle.

Zwar konnte das 50-Meter-Becken doch nicht wie geplant genutzt werden, aber auf den 25-Meter-Bahnen innen und außen wurde gekrault, Brust und Rücken geschwommen, was das Zeug hielt. Einer der Teilnehmer, Peter Bareuther, war innerhalb der 24 Stunden fast 20 Stunden im Wasser.

Die Siegerin bei den Damen, Christine Aschauer aus Au, erschwamm sensationelle 49,2 Kilometer in „etwa 16 oder 17 Stunden“ wie sie danach erschöpft aber lächelnd erzählte. Sie und ihr Team, „die 4 Warmduscher“, brachten durchschnittlich 31 Kilometer pro Teilnehmer zusammen.

Sieger bei den Männern wurde Florian Kink aus Neufahrn mit 49, 450 Kilometern. Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher war begeistert: „49 Kilometer, das ist eine Strecke, die ich vielleicht mit dem Radl schaffen würde.“

Auch in der Nacht erlebte das „fresch“ einen sensationellen Ansturm an Schwimmern. Morgens um 3 Uhr kraulten noch 17 Athleten Bahn für Bahn für den guten Zweck, um 6 Uhr waren dann sogar alle Bahnen wieder voll belegt.

Einige Schwimmer hatten gleich ihre Zelte mitgebracht und übernachteten „salamimäßig“ im Freibad: Schwimmen, schlafen, schwimmen, schlafen - immer wieder stiegen sie ins Becken, um möglichst viele Meter zu schaffen.

Die zahlreichen Helfer mussten während der 24 Stunden teilweise zu zweit an den Bahnen zählen, weil so viel Betrieb herrschte. Und das Beste: Es gab keinerlei Verletzungen oder Unfälle.

Dass diese erstmals stattfindende Veranstaltung derart positiv aufgenommen werden würde, hatten sich die Organisatoren nicht in ihren kühnsten Träumen vorgestellt. Umso erfreulicher, dass sich am Sonntag nach dem Schlussgong noch -zig Athleten erschöpft, mit aufgeweichten Fingern und Zehen auf der Liegewiese einfanden, um alle Teilnehmer nochmal ordentlich zu feiern.

Es gab schöne Sachpreise zu gewinnen für die Tages- und Nachtteams, für die Jugend und die Einzelstarter, und alle waren sich einig: „Swim for good“ sollte im Freisinger „fresch“ unbedingt eine Dauereinrichtung für soziale Schwimmer mit Sportgeist werden.


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