07.12.2018, 09:29 Uhr

ÖDP hatte eingeladen Fast 150 Tonnen Lebensmittel pro Jahr verteilt

Dr. Peter Bach (re.) beim ÖDP-Bürgergespräch. (Foto: ÖDP)Dr. Peter Bach (re.) beim ÖDP-Bürgergespräch. (Foto: ÖDP)

Dr. Peter Bach, der Sprecher der Freisinger Tafel berichtet über die Arbeit der Ehrenamtlichen.

FREISING „2000 bis 2500 kg Lebensmittel werden bei der Freisinger Tafel Woche für Woche ausgegeben.“, so der Sprecher der Freisinger Tafel Dr. Peter Bach beim Bürgergespräch der ÖDP in Freising. Das sind im Jahr knapp 150 Tonnen. Das muss schon organisiert werden. 70 ehrenamtliche Helfer arbeiten dafür als Fahrer, welche die von den Supermärkten gespendeten Lebensmittel abholen, als Sortierer und als Ausgeber. Letztere geben auch Tipps für das Zubereiten von Lebensmitteln.

Die Lebensmittel werden in Kisten zusammengestellt und zu den Öffnungszeiten der Tafel am Mittwoch und Donnerstag an die Kunden abgegeben.

Die Waren stammen großteils aus Spenden von örtlichen Lebensmittelgeschäften. Dabei handelt es sich um Ware, die nahe am Mindesthaltbarkeitsdatum ist und deshalb gerne abgegeben wird. Aber auch Schulen, Kindergärten, Landwirte, Vereine und private Spender leisten einen wesentlichen Beitrag für das Warenaufkommen bei der Tafel. Grundnahrungsmittel, wie Zucker oder Mehl werden aus Spendengeldern zugekauft. Diese überschreiten nur selten das Haltbarkeitsdatum und werden so kaum von Geschäften abgegeben. Auch Kosmetikprodukte und Gegenstände des täglichen Bedarfs nehmen die Helfer bei der Tafel an und verteilen sie weiter. Lediglich Kleidung kann aus Platzgründen nicht angenommen werden.

550 Mitbürger im Landkreis Freising sind im Besitz eines Tafelausweises, 200 bis 230 Kunden kaufen Woche für Woche bei der Tafel ein. Pro Einkauf bezahlt jeder Kunde einen Euro, auch dieses Geld ist eine Spendeneinnahme. Ca. 50 Prozent der Kunden sind Bezieher von Ersatzleistungen nach dem SGB, 10 Prozent sind Rentenbezieher und 40 Prozent sind Menschen mit Migrationshintergrund. „Wir sind in der glücklichen Lage, genügend Lebensmittel und Helfer zu haben, dass wir auch Asylbewerber bedienen können. Dies ist nicht bei allen Tafeln der Fall.“, weiß Bach zu berichten.

Waren werden von den ehrenamtlichen Fahrern mit dem privaten PKW abgeholt, dafür können die Fahrer eine Fahrtkostenpauschale geltend machen, die aber meist gleich wieder als Spende an die Tafel geht. Für leicht verderbliche Lebensmittel besitzt die Tafel zwei Kühlfahrzeuge, die ebenfalls aus Spenden finanziert werden. Kühlfahrzeuge sind notwendig, da verderbliche Waren sonst nicht weitergegeben werden dürfen.

Es sei ein angenehmes Arbeiten bei der Tafel, wegen der guten Zusammenarbeit und es mache Freude zu helfen. Die hervorragende Organisation ist wohl auch das Erfolgsrezept.

Mit einem Zitat von Helmut Kohl beschließt der Sprecher der Tafel seinen Bericht: „Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben ... wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar.“


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