29.11.2018, 14:57 Uhr

THW half bei der Bergung Details des Unfalls auf der B301 immer noch unklar

Den Helfern vor Ort bot sich ein furchtbares Bild. (Foto: Photographer: Dennis Zorn)Den Helfern vor Ort bot sich ein furchtbares Bild. (Foto: Photographer: Dennis Zorn)

Vermutlich ein missglücktes Überholmanöver war die Ursache für den katastrophalen Unfall auf der B301 bei Haarland, in den drei PKW und ein LKW verwickelt waren und bei dem eine Fahrzeuglenkerin getötet wurde.

ATTENKIRCHEN Noch immer nicht geklärt ist der genaue Unfallhergang vom Mittwoch zwischen Attenkirchen und Zolling. Am frühen Mittwochmorgen hatte eine 19-jährige BMW-Fahrerin trotz unklarer Sichtverhältnisse im Kurvenbereich der B301 auf Höhe Haidhof in Fahrtrichtung Freising zu einem Überholmanöver angesetzt. Als sie bereits mehrere Fahrzeuge der Kolonne überholt hatte, bemerkte sie wohl den entgegenkommenden, mit Ziegelsteinen beladenen Lkw aus Zolling. Sie lenkte ihren über 300 PS starken Boliden nach rechts ein und rammte den neben ihr fahrenden 56-jährigen Mainburger mit seinem VW Caddy in den Graben. Trotz allem kollidierte sie danach noch frontal mit dem Lkw. Dessen Zugmaschine war nach dem Aufprall manövrierunfähig und krachte frontal in den folgenden Verkehr. Schlussendlich kollidierte der Lkw mit einem VW Lupo, dessen 44-jährige Fahrerin noch an der Unfallstelle verstarb. Die Unfallverursacherin, der Lkw-Fahrer und der abgedrängte Caddy-Fahrer wurden leicht verletzt. Der Gesamtschaden wird auf mindestens 75.000 Euro geschätzt.

Ein Gutachter fand sich zur beweissicheren Klärung des Unfallhergangs vor Ort ein. Durch die Feuerwehr und das THW Freising wurde die Unfallstelle abgesichert. Die B301 musste bis gegen 16 Uhr zur Unfallaufnahme und Fahrzeugbergung komplett gesperrt werden. Weiterhin ist unklar wie viele Fahrzeuge vor dem Zusammenstoß bereits überholt wurden, weshalb Zeugen gebeten werden sich bei der Polizeiinspektion Freising unter 08161/5305-0 zu melden.

Während der laufenden Bergungsmaßnahmen durch die Feuerwehren Zolling und Attenkirchen forderte der Kreisbrandrat den THW-Fachberater an die Einsatzstelle an. Nach seinem Eintreffen an der Einsatzstelle wurde mit der Feuerwehr-Einsatzleitung und der unfallaufnehmenden Polizeiinspektion vereinbart, dass das THW Freising den LKW zur Bergung durch ein Bergeunternehmen entladen sollte.


0 Kommentare