15.11.2018, 08:38 Uhr

Syrische Familie benötigt Hilfe Vermieter mit großem Herz dringend gesucht

Symbolbild (Foto: hl)Symbolbild (Foto: hl)

Der Papa müsste dringend operiert werden, aber er verschiebt wegen der Wohnungssituation immer wieder den Termin.

FREISING Die Familie Al Masdsri lebte in der Provinz Daraa im Süden Syriens: Hier begann 2011 der Aufstand gegen das Assad-Regime, seitdem wird in dieser Region fast ununterbrochen heftig gekämpft. Vor drei Jahren floh Herr Al Massri aus Syrien, seit zwei Jahren lebt er in Freising und hat alles getan, um für sich und seine Familie eine neue Existenz aufzubauen. Seit der Vater aus Syrien geflohen war, hatte sich die Familie nicht mehr gesehen. Umso größer war die Freude, als Frau Al Massri und die sieben Kinder im September endlich nachkommen durften. Aber nun lebt die Familie – Mutter, Vater und ihre sieben Kinder – seit vielen Wochen gemeinsam in einer gerade einmal 20 Quadratmeter großen Wohnung. „Die Suche nach einer größeren Wohnung blieb bislang erfolglos. Wir haben alles versucht, alle nur möglichen Stellen wurden eingeschaltet“, berichtet Beate Drobniak, die die Familie betreut. Die Flüchtlings- und Integrationsberatung der Diakonie Freising kennt viele Flüchtlingsschicksale, aber diesen Fall findet sie extrem bedauernswert. „Gerade da die Familie alles unternimmt, um hier Fuß zu fassen“, berichtet die Fachstelle.. So machte der Vater in Freising einen Busführerschein, fand eine Arbeit als Busfahrer und zog von der Unterkunft in eine eigene kleine Wohnung. Auch die Kinder wurden bereits in Freising eingeschult und ein Kindergartenplatz für das jüngste Kind gefunden. Eigentlich schien nun alles gut zu werden, aber die momentane beengte Wohnsituation mit neun Menschen auf gerade einmal 20 Quadratmeter ist auf Dauer unerträglich. „Die Familie steht unter enormen Druck“, berichtet Beraterin. Niemals Privatsphäre zu haben, sich nie zurückziehen zu können sei - gerade auch für die älteren Kinder - eine große Belastung. Natürlich freuen sich alle, nach drei Jahren endlich wieder gemeinsam leben zu können, aber die beengte Wohnsituation sei kaum auszuhalten. Eigentlich müsste Herr Al Massri dringend operiert werden, aber er verschiebt immer wieder den Termin. Der Grund: Nach dem Eingriff müsste er im Bett liegen, aber dort ist nicht genügend Platz.

In eine Unterkunft kann die Familie nicht ziehen, denn nach dem freiwilligen Auszug von Herrn Al Massri ging der Anspruch dort zu wohnen auch für die nachgezogene Familie verloren. Die Stadt Freising würde zwar gerne helfen, kann es aber nicht:

Bei Mietangeboten bitte an die Diakonie: 08161/40298011


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