29.07.2018, 13:34 Uhr

Weihenstephaner Ring Zwei Einsätze am selben Ort innerhalb 12 Stunden

Ein LKW aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen voll beladen mit Strohballen hatte auf dem Weihenstephaner Ring Feuer gefangen. (Foto: Feuerwehr Freising)Ein LKW aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen voll beladen mit Strohballen hatte auf dem Weihenstephaner Ring Feuer gefangen. (Foto: Feuerwehr Freising)

Mit enormem Aufwand konnten Einsatzkräfte der Feuerwehren Freising, Pulling und des THW Freising größeren Schaden bei einem LKW-Brand auf dem Weihenstephaner Ring am Samstagmorgen verhindern.

FREISING Bereits knapp 12 Stunden zuvor waren Rettungskräfte an exakt derselben Stelle bei einer dramatischen Rettungsaktion im Einsatz. Die meisten Kameraden hatten noch nicht mal gefrühstückt, als am Samstagmorgen um 8:16 Uhr die Funkmelder auslösten. Ein LKW aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen voll beladen mit Strohballen hatte auf dem Weihenstephaner Ring Feuer gefangen. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehreinheiten brannte die Ladung im Heckbereich lichterloh. Der LKW-Fahrer hatte bereits den (ebenfalls voll beladenen) Anhänger abgehängt und das Fahrzeug geistesgegenwärtig in der Fahrbahnmitte abgestellt, um eine Brandausbreitung auf Böschung und Wald zu vermeiden.

Durch den Löschangriff mit insgesamt drei Strahlrohren verhinderte die Feuerwehr, dass die Flammen das Fahrzeug selbst erfassten. Rasch war klar, dass die Strohballen von der Ladefläche abgeräumt werden mussten, um alle Glutnester erreichen zu können. Zur Unterstützung wurde das Technische Hilfswerk mit einem Radlader und dem passenden Greifer angefordert. Rund drei Stunden waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt, das brennende Stroh abzuladen, auszubreiten und abzulöschen – die meisten davon unter Atemschutz.

Anschließend wurde die Ladung in mehreren herangeschafften Muldenbehältern abtransportiert und die Straße mit einer Kehrmaschine gereinigt. Der LKW konnte seine Fahrt, zwar mit reduzierter Ladung, aber unbeschädigt fortsetzen. Erst gegen 13:30 Uhr war der personalintensive Einsatz bei schweißtreibenden Temperaturen beendet. Vor Ort waren insgesamt rund 70 Helfer mit 14 Fahrzeugen von Feuerwehr und THW eingesetzt.

Weniger als zwölf Stunden zuvor ereignete sich an exakt der selben Stelle ein Verkehrsunfall mit einer dramatischen Rettungsaktion. Ein Autofahrer erlitt am Freitagabend gegen 21:30 Uhr hinter dem Steuer seines Audi vermutlich einen Herzinfarkt und kam bewusstlos von der Fahrbahn ab.


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