18.07.2018, 08:38 Uhr

Bilanz des Kampfes gegen den Flughafen Hartmut Binner zeigt 13 Jahre Arbeit

Er geht auf die 80 zu, kämpft aber weiter mit ganzer Kraft gegen den Flughafen: Hartmut Binner. (Foto: Hartmut Binner)Er geht auf die 80 zu, kämpft aber weiter mit ganzer Kraft gegen den Flughafen: Hartmut Binner. (Foto: Hartmut Binner)

Hartmut Binner war zehn Jahre Sprecher des Aktionsbündnisses AufgeMUCkt. Jetzt präsentierte er sein „Archiv.“

FREISING Zig Aktenordner, Plakate, Gesetzessamlungen – eine Art Museum hat Hartmut Binner geschaffen über die vergangenen 13 Jahre seiner Arbeit. Wo dieser besondere Ort ist, möchte er nicht preisgeben, denn an Bedrohungen hat er genug erlebt während seiner Zeit als Flughafen- und Startbahngegner.

„Heute möchte ich ihnen als kleines Dankeschön und damit auch der Öffentlichkeit die Belege für unseren langen und erfolgreichen Widerstand in diesem Archiv vor Augen führen,“ so Binner bei der Präsentation.

Anlass für das Treffen waren für ihn die geplante Überführung des Gesamtbestandes in das Freisinger Stadtarchiv, und dass es nur noch 90 Tage bis zur Landtagswahl seien.

„Die Verschleppungstaktik von Ministerpräsident Söder, indem er das Thema dritte Start- und Landebahn aus seinem Wahlkampf heraushalten will, ist nicht nachvollziehbar. Er möchte damit verhindern, dass seine CSU wegen der Ausbaupläne vom Wähler abgestraft wird. Dem möchte ich persönlich vehement entgegenwirken. Die Stagnation bei der Entwicklung der Flugbewegungen am Flughafen einerseits und die haarsträubende Begründung dafür von Dr. Kerkloh andererseits, der dafür den vielen Gewittern die Schuld gibt, sagt alles. Kerkloh sehe, dass ihm die Felle davonschwimmen. Er sollte spätestens jetzt zugeben, dass zwei Startbahnen reichen,“ so Binner.

Er wolle alle betroffenen Menschen erneut zum Widerstand auffordern. Die „AufgeMUCkten“ wollten und würden demnächst mit einer tollen Kampagne aktiv in den Landtagswahlkampf eingreifen, kündigte er an.

Binner weiter: „Die Regionen um den Flughafen müssten spätestens jetzt ‚aufstehen‘. Söder und seine Gesinnungsgenossen sollten sehen und spüren, wie viele Stimmen ihnen im Flughafenland abhanden kommen werden.


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