20.06.2018, 08:31 Uhr

Erfreuliche Zahlen Jobcenter Freising übertrifft zum Teil eigene Zielsetzungen

Erfreuliche Zahlen nannte Landrat Josef Hauner. (Foto: Landratsamt)Erfreuliche Zahlen nannte Landrat Josef Hauner. (Foto: Landratsamt)

Wenn das mal keine guten Nachrichten sind: Das für das Arbeitslosengeld 2 zuständige Jobcenter Freising kann auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken.

FREISING „Die Zahlen sind sehr erfreulich“, sagte Landrat Josef Hauner in der jüngsten Trägerversammlung im Landratsamt Freising. Und der Verlauf des bisherigen Jahres 2018 stimme die Verantwortlichen ebenfalls positiv.

635 Personen, darunter auch 190 Flüchtlinge, wurden 2017 in den Arbeitsmarkt integriert. Das sind 31 mehr als im Vorjahr. „Damit haben wir unser Jahresziel von 617 erreicht. Darauf sind wir sehr stolz“, sagte Jobcenter-Geschäftsführer Bernhard Reiml. Auch heuer wurden bereits 242 Personen in Lohn und Brot gebracht, davon 66 Flüchtlinge. „Wir sind diesmal sehr gut ins Jahr gestartet, anders als 2017. Wir sind optimistisch, dass wir den Vorjahreserfolg halten können.“

Eine Herausforderung für das Jobcenter ist die größere Anzahl an Leistungsbeziehern. 2.996 Menschen waren im Landkreis Freising Ende 2017 auf Arbeitslosengeld 2 angewiesen. Das ist ein Plus von 422 im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist um 213 auf 1640 gestiegen. Immer höher werde der Anteil der Kunden mit Migrationshintergrund oder derer, die aufgrund verschiedener Problemlagen schwer in den Arbeitsmarkt zu integrieren sind. Doch das Vermittlungsteam löst dank des Engagements der Beschäftigten auch schwierige Fälle. „Wenn die Kollegen einen syrischen Familienvater mit zwei Kindern und Sprachproblemen oder einen Mann mit schwerer Hautkrankheit vermitteln, dann erfüllt mich das mit Stolz.“ Ziel sei es, „für jeden unserer Kunden ein passgenaues Angebot zu schneidern“, so der zuständige Teamleiter, Raphael Steinberger.

Im Gegensatz zu den Vorjahren herrscht aktuell viel Bewegung im Bereich der Langzeitarbeitslosen. 871 Personen waren Ende des vergangenen Jahres seit mehr als 24 Monaten ohne Job. Dank der guten Konjunktur seien die Betriebe derzeit bereit, „fast jeden unserer Kunden einzustellen, wenn wir entsprechende Unterstützung leisten“.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hält auch 2018 an, das geht aus aktuellen Expertisen hervor. Dennoch wurden zur Vermeidung von „Hartz IV-Karrieren einige weitere Punkte in das Arbeitsmarktprogramm 2018 aufgenommen.

Junge Menschen sollen bei den Übergängen unterstützt, Langzeitarbeitslosigkeit abgebaut, Fachkräftepotenzial aktiviert, die Inklusion vorangebracht und geflüchtete Menschen herangeführt, integriert und weiterqualifiziert werden.


0 Kommentare