18.05.2018, 09:26 Uhr

Aktion der Lebenshilfe OB Tobias Eschenbacher liest Kindern vor

Vorlesekollegen: Kathrin und OB Eschenbacher (Foto: Lebenshilfe)Vorlesekollegen: Kathrin und OB Eschenbacher (Foto: Lebenshilfe)

Erfolgreiche Inklusive Lesung für Kinder und Erwachsene mit und ohne Behinderung in der Stadtbibliothek Freising.

FREISING Wie still zwanzig Kinder von vier bis acht Jahren sein können, wenn es was Spannendes zu hören gibt! Diese Ausnahmesituation herrschte in der Stadtbibliothek Freising bei der Lesung des Kinderbuches „Planet Willi“ von Birte Müller durch Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher und Kathrin und Paul, zwei Kinder der Piratengruppe an der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe Freising.

Willi ist ein besonderer Bub. Er mag Musik und Kühe, kuschelt gern und spielt mit seiner Schwester Olivia. Nur sprechen kann er nicht richtig und redet daher mit seinen Händen! Willis Geschichte wurde nicht nur von Tobias Eschenbacher vorgelesen. Seine beiden jungen Kollegen Kathrin und Paul erzählten auch: aber mit einem iPad! Sie drückten auf die Knöpfe des Computers und die Stimme des Geräts sprach die Sätze. Die beiden Kinder stellten eine Möglichkeit der Unterstützten Kommunikation vor. Hierbei geht es um technische Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung, die sich nicht über normale Sprache verständigen können. Eine andere Möglichkeit sind Gebärden, die von OB Eschenbacher und allen Kindern sogleich ausprobiert wurden. Gezeigt wurden die Gebärden am Computer und von Sintje Reicheneder, der Leiterin der neuen Beratungsstelle Unterstützte Kommunikation der Lebenshilfe Freising. „Wir geben Informationen und Hilfen über die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderung, ganz idividuell auf den einzelnen Menschen zugeschnitten! Und die Beratung ist zudem kostenlos!“, erläuterte Frau Reicheneder.

Von dieser neuen Beratungsmöglichkeit zeigte sich auch OB Eschenbacher beeindruckt. Das Motto seiner Lesung sei daher ideal: „Bücher kennen keine Grenzen – Lesen macht allen Spaß“. Großen Spaß hatten auch die vielen Kinder, die sich nach der Lesung um den Vorlesecomputer drängten und selbst drücken wollten. Dabei gab es keinerlei Berührungsängste zwischen Kindern mit und ohne Behinderung – ein wunderbares Zeichen!

Gebannt hörten die Kinder die Geschichte vom behinderten Kind Willi.


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