29.03.2018, 13:57 Uhr

Einbürgerung von Josip Cabraja Seelsorger aus Fahrenzhausen ist jetzt Deutscher

(Foto: LRA Freising)(Foto: LRA Freising)

Landrat Josef Hauner überreichte ihm die Einbürgerungsurkunde im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Landratsamt Freising.

FAHRENZHAUSEN Neben dem Geistlichen wurden an diesem Tag auch Eskander Kebsi aus Tunesien, Philipp Morris aus England und Luca Messana aus Italien in den deutschen Staatsverband aufgenommen.

„Ich freue mich, dass Sie alle die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt haben“, sagte Landrat Hauner. „Wir sind ein weltoffenes Land, in dem Rechtsstaatlichkeit herrscht und in dem man sich sicher fühlen kann.“ Um den Standard halten zu können, sei man auch auf Zuwanderung angewiesen. Die neuen Mitbürger seien nun Inhaber aller Rechte und Pflichten eines Deutschen. Diese sind im Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung festgeschrieben, die jeder neben nützlichen Informationen über den Landkreis und das Landratsamt Freising erhielt. „Sie haben den Integrationsprozess erfolgreich gestaltet“, so Hauner.

Immer mittwochs finden im Sachgebiet Personenstands- und Staatsangehörigkeitswesen des Landratsamts Einbürgerungen statt. Es gibt immer mehr Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Freising, die Deutsche werden wollen. „2017 war ein absolutes Rekordjahr“, sagte Sachgebietsleiter Edmund Muskatewitz. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 337 Personen eingebürgert, heuer sind es bereits 96 (Stand 29. März). „Der Trend setzt sich fort.“

Die Gründe sind ebenso unterschiedlich wie die Herkunftsstaaten. Der gebürtige Kroate Josip Cabraja lebt schon seit 1974 in Deutschland. „Die Leute denken, ich sei schon lange Deutscher“, sagte er. „Jetzt habe ich es endlich gemacht.“ Der Engländer Philipp Morris ist „überzeugter Europäer“. Seine Entscheidung habe natürlich mit dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zu tun. „Ich bin enttäuscht von dem, was in meinem Heimatland aktuell vorgeht.“


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