28.03.2018, 10:19 Uhr

Dr. Herrmann zu Sicherheitsthema Leiter der Staatskanzlei besucht CSU Hallbergmoos

Kriminalhauptkommissar Jakob Deischl, CSU-Vorsitzende Tanja Knieler und der Leiter der Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann. (Foto: CSU Hallbergmoos)Kriminalhauptkommissar Jakob Deischl, CSU-Vorsitzende Tanja Knieler und der Leiter der Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann. (Foto: CSU Hallbergmoos)

Der Staatsmnister trug sich bei der Gelegenheit in das Goldene Buch ein.

HALLBERGMOOS Einer seiner ersten Termine hat den neuen Leiter der Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, gleich nach Hallbergmoos geführt. Der CSU-Ortsverband hatte zu einem Info-Abend rund um die Themen wie schütze ich mich vor Einbrüchen, aber auch vor Taschen- oder Trickbetrügern eingeladen. Es referierte Kriminalhauptkommissar Jakob Deischl von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Erding.

Die CSU-Vorsitzende Tanja Knieler zeigte sich in ihrer Begrüßung stolz, dass Herrmann kurz nach seiner Amtsübernahme den Termin in der Moosgemeinde absolvierte: „Stolz, dass einer deiner ersten Termine hier in Hallbergmoos ist. Stolz, dass mit dir nun ein Freisinger an einer der wichtigsten Positionen in Bayern sitzt. Du bist der richtige Mann auf dem richtigen Posten.“ Sie übergab ihm im Namen des CSU-Ortsverbands ein kleines Geschenk.

Bürgermeister Harald Reents nutzte diesen Abend auch, damit sich Herrmann in das Goldene Buch der Gemeinde eintrug. Dies sei, so das Gemeindeoberhaupt, besonders wichtigen Personen vorbehalten. Auch die CSU-Gemeinderäte Christian Krätschmer, Franz Leichtle und Rudi Zeilhofer hatten sich zu diesem Abend in der Parkwirtschaft eingefunden.

Staatskanzleichef Herrmann ging in seinem Grußwort auf die Situation in Bayern ein. „Bayern ist nicht nur gefühlt das sicherste Bundesland, sondern objektiv. Das kann man an zwei Zahlen festmachen: der absoluten Zahl an Delikten und der Aufklärungsquote.“ In Bayern kämen 4800 Straftaten auf 100.000 Einwohner, in Berlin seien es 16.000. Die Aufklärungsquote liege zwischen 62 und 65 Prozent. Und auch im Bereich der Einbruchsdiebstähle, zu denen auch der Wohnungseinbruch als Delikt gezählt wird, stehe Bayern mit 60 Einbrüchen je 100.000 Einwohner besser da als etwa Bremen mit 460 Einbrüche je 100.00 Einwohner. „Das ist auch ein Ergebnis unserer Politik, die klar einen Schwerpunkt auf die innere Sicherheit setzt. Wir haben heute so viele Polizeibeamte wie noch nie, aber es gibt auch so viel zu tun wie noch nie.“ Er nannte die Bekämpfung der Cyberkriminalität oder auch des Terrorismus, um nur zwei relativ neue Kriminalitätsphänomene zu nennen.

Was das Thema Einbrüche angeht, so verwies Kriminalhauptkommissar Deischl, dass die meisten Einbrüche über Fenster oder Fenstertüren passierten. Und er verwies auf Zahlen: „Über die Hälfte der Einbrüche passieren zur Tageszeit, wenn die Menschen in der Arbeit, die Kinder in der Schule oder im Kindergarten sind. Meine Bitte: Seien Sie wachsam! Der beste Fahnder ist der wachsame Nachbar.“ Die Beratungsstelle der Kriminalpolizei Erding berate auch in den eigenen vier Wänden, wie man sich am besten vor Einbrüchen schützt, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten, um zum Beispiel die Fenster besser zu schützen. Allerdings mahnte er auch an: „Schließen Sie die Haustüre immer ab. Keine gekippten Fenster oder auch im Garten versteckte Schlüssel.“ Auch zum Verhalten während des Einbruchs gab er Tipps: Polizei rufen, den Ernst der Lage schildern, das Haus nicht sofort betreten oder – wenn man im Haus ist – sich bemerkbar machen, damit die Einbrecher die Möglichkeit zur Flucht hätten und schließlich, wenn möglich, die Fluchtrichtung feststellen.

In seinem Vortrag warnte Jakob Deischl vor vermeintlich geglaubter Sicherheit: „Es kann jeden treffen!“ Im ersten Teil seines Vortrags ging er auch auf die sogenannten Haustürtricks ein. Hier gelte vor allem, ältere Mitmenschen zu unterstützen, die besonders gefährdet seien. Er mahnte, selbst wenn eine vermeintliche Amtsperson vor der Tür steht, sich immer den Dienstausweis zeigen zu lassen, selbst bei Polizisten. „Und wer sich immer noch nicht sicher ist, der kann auch zusätzlich bei der Polizei anrufen. Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, die keiner besser versteht als wir Polizisten.“ Er nannte auch Beispiele von falschen Wasserablesern oder Telekommitarbeitern, deren Ziel einzig ist, die Bewohner in einem unbeobachteten Augenblick zu bestehlen. Er mahnte: „Lassen Sie niemanden in die Wohnung und besprechen Sie das auch mit ihren älteren Mitmenschen. Ihnen zu helfen, ist Zivilcourage.“

Weitere Infos gibt es auch im Internet unter www. K-einbruch.de oder www.pfiffige-senioren.de


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