31.01.2018, 10:04 Uhr

Krimineller Somalier gefasst Flughafen-Polizei schnappt Asyl-Hopper

Immer wieder verfangen sich flüchtige Straftäter im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Flughafen München. Bei den Bundespolizisten endet für sie die Reise dann erst einmal, bevor es in vielen Fällen weiter in eine Justizvollzugsanstalt geht. (Foto: Bundespolizei)Immer wieder verfangen sich flüchtige Straftäter im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Flughafen München. Bei den Bundespolizisten endet für sie die Reise dann erst einmal, bevor es in vielen Fällen weiter in eine Justizvollzugsanstalt geht. (Foto: Bundespolizei)

Die Bundespolizei am FlughafenBundespolizisten einen mit Haftbefehl gesuchten somalischen Staatsangehörigen festgenommen.

FLUGHAFEN Der 24-Jährige ist im Rahmen asylrechtlicher Vorschriften von den norwegischen Behörden nach Deutschland überstellt worden.

Bei seiner Ankunft am Münchner Airport klickten die Handschellen. Jetzt sitzt er in der Münchner Haftanstalt seine Strafe ab.

Der Somalier war im April 2014 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen. Schnell hatte er unter verschiedenen Namen deutschlandweit Bekanntschaft mit den Polizeibehörden gemacht und auch mehrere Haftanstalten in der ganzen Republik von innen gesehen.

Unter anderem hatte ein Richter am Amtsgericht Augsburg im November 2015 gegen den Ostafrikaner einen Strafbefehl wegen Beleidigung über 900 Euro Geldstrafe oder ersatzweise 30 Tagen Haft erlassen.

Rechtskraft erlangte das Urteil aber erst im August 2016. Die Zeit zwischen Urteilsspruch und Rechtskraft nutzte der heute 24-Jährige allem Anschein nach, um unterzutauchen.

So konnte das Urteil bis dato nicht vollstreckt werden. Also hat die Staatsanwaltschaft in der Fuggerstadt die Polizeibehörden im Oktober 2017 mit der Suche nach dem Verschwundenen beauftragt.

Mittlerweile war der Somalier auch wieder aufgetaucht. Allerdings nicht bei den deutschen Strafverfolgungsbehörden, sondern in Norwegen. Dort wollte der Ostafrikaner offensichtlich erneut Asyl beantragen.

Da Asyl-Hopping in der Europäischen Union aber verhindert werden soll, haben die norwegischen Behörden den Mann nach den Regeln des Dubliner Übereinkommens wieder nach Deutschland geschickt.

Als die Bundespolizisten am Moos-Airport den Somalier bei seiner Ankunft aus Oslo in Empfang nahmen, fiel ihnen die Fahndungsnotiz ins Auge und sie nahmen den Mann fest.

Da er den geforderten Geldbetrag nicht begleichen konnte, brachten die Beamten den Festgenommenen am Abend in die Haftanstalt München-Stadelheim, wo er jetzt seine Strafe absitzen muss.


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