23.11.2017, 11:57 Uhr

An der Donnersberger Brücke Kinder werfen Steine auf Bahn-Arbeiter

(Foto: Bundespolizei)(Foto: Bundespolizei)

Ein Bauarbeiter entdeckte zehn Buben zwischen 12 und 14 Jahren auf dem Bahngelände.

MÜNCHEN Als er sie aufforderte, das Gelände zu verlassen, bewarfen ihn fünf der Jungs mit Steinen.

Die Steine verfehlten zwar den 26-Jährigen, dafür ging jedoch eine Fensterscheibe eines Bahngebäudes zu Bruch. Der Bauarbeiter rief die Polizei.

Streifen der Bundespolizei nahmen die Kinder bzw. Jugendlichen mit zur Dienststelle am Hauptbahnhof. Von dort wurden die Erziehungsberechtigten informiert, die nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ihre Sprösslinge „gebührend“ in Empfang nahmen.

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass einer der Buben, allesamt zwischen 12 und 14 Jahren und aus Neuhausen, bereits am Vormittag desselben Tages schon einmal bei der Bundespolizei gewesen war.

Er war wegen eines Diebstahls zu einem Präventionsgespräch geladen gewesen. Ein solches Gespräch wird nach einem Fehlverhalten geführt, um eine Wiederholung zu vermeiden.

Insgesamt, sagte der stellvertretende Leiter der Bundespolizeiinspektion München, Kriminaloberrat Henning Quantmeyer, der sich selbst ein Bild von den zehn Buben machte, „war bei allen recht wenig Unrechtsbewusstsein zu erkennen.“

Wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung wurden von der Bundespolizei Ermittlungen eingeleitet.


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