14.04.2015, 17:05 Uhr

Festmesse am Sonntag Hochaltar von St. Georg Gelbersdorf restauriert

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Nach rund zwei Jahre dauernden Restaurierungsarbeiten präsentiert sich der spätmittelalterliche Hochaltar in der Filialkirche St. Georg in Gelbersdorf (Dekanat Moosburg, Landkreis Freising) in neuem Glanz.

GELBERSDORF / MÜNCHEN Gefeiert wird das am Sonntag, 19. April, mit einer Festmesse um 10 Uhr. Der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Nord, Weihbischof Bernhard Haßlberger, zelebriert. An diesem Tag wird auch das Patrozinium der Kirche gefeiert.

Der auf 1482 datierte Hochaltar zählt zu den größten, prachtvollsten und bedeutendsten in der Erzdiözese München und Freising. Er umfasst zahlreiche Gemälde, Reliefs und Skulpturen und zeigt neben wichtigen spätmittelalterlichen Heiligen vielteilige Bilder zur Legende um Anna und Joachim und deren Tochter Maria. Da sich die Gemälde auf klappbaren Flügeln befinden, können für die verschiedenen Fest- und Feiertage des Kirchenjahres drei unterschiedliche Schauseiten gezeigt werden. Zudem ist der Sockel, die sogenannte Predella, des Altars aufklappbar, und auch seine Rückseite ist bemalt. Wahrscheinlich stand der Hochaltar ursprünglich in einer Landshuter Kirche, bevor man ihn wohl im 17. Jahrhundert in die 15 Kilometer westlich von Landshut gelegene Filialkirche in Gelbersdorf brachte, wo er seither zu sehen ist.

Vor allem ungünstige klimatische Bedingungen dort hatten dazu geführt, dass der Hochaltar restauriert werden musste. Bei der Restaurierung wurde der Altar gereinigt, Fehlstellen in den Gemälden, den Skulpturenfassungen und der Fassung der Altararchitektur wurden gekittet und retuschiert. Teilweise mussten auch schadhafte Übermalungen früherer Restaurierungen abgenommen werden. Zudem wurden die Statik und die konstruktiven Bauteile überprüft. Um die klimatischen Bedingungen künftig zu verbessern, wird die Luftfeuchte in der Kirche nun reguliert.

Die Kosten für die Restaurierungsmaßnahmen beliefen sich auf rund 200 000 Euro und blieben damit deutlich unter der ursprünglichen Kostenschätzung. Finanziert wurden die Maßnahmen zum Großteil aus Sondermitteln der Erzdiözese und über großzügige Zuschüsse der Bayerischen Landesstiftung, des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege und des Bezirks Oberbayern. Auch die Kirchenstiftung leistete einen Beitrag.

Nach dem Hochaltar soll auch der linke Seitenaltar restauriert werden. Die Vorbereitungen dazu laufen.


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