30.10.2012, 18:36 Uhr

Erdingerin schreibt über Hüftoperationen Ein Buch, das Mut macht

Heidi Rauch aus Erding hat sich an ein besonderes Projekt gewagt: Sie hat - gemeinsam mit Co-Autor Peter Herrchen - ein Buch über ihre beiden Hüftoperationen geschrieben.

ERDING „Angefangen hat alles mit meinem Blog. Ich habe meine Hüftoperation sehr positiv gesehen und das auch so gepostet. Daraufhin habe ich jede Menge positiver Resonanz bekommen, wie beispielsweise ‚Endlich schreibt jemand mal positiv darüber‘ oder ‚Du machst mir wirklich Mut‘“.

Über den Blog lernt Heidi Rauch auch Peter Herrchen aus Wiesbaden kennen. Auch er hat zwei künstliche Hüftgelenke und gemeinsam wagen sie sich die beiden 55-Jährigen an das Buchprojekt. Nach fünf Monaten ist das 250-seitige Werk fertig.

Doch worum geht‘s in „Mut zur neuen Hüfte“? Der Erdingerin ist es ein großes Anliegen „Menschen Mut zu machen. Sowohl vor der Operation - viele wissen ja noch gar nicht, was ihre diffusen Beschwerden eigentlich sind - als auch , während der Zeit im Krankenhaus und in der Reha. Es ist sehr, sehr wichtig, sich nach einer Hüftoperation zu bewegen und sich etwas zuzutrauen.“ Nicht vernachlässigen will die Diplom-Journalistin aber auch die dritte Phase: „Nach der Reha, fragen sich viele: ’Kann ich den Sport wieder treiben, den ich so gern gemacht habe?‘ Die 15 Erfahrungsberichte im Buch sind ja alle von Sportlern. Wenn man dann liest ‚das geht alles wieder‘, dann freuen sich die Leute.“

Heidi Rauch und Peter Herrchen gehören noch zu der Generation, die noch nicht gescreent worden ist. „Wenn heutzutage Neugeborene auf die Welt kommen, werden sie sofort mit Ultraschall untersucht, vor allem die Mädchen. Und die werden im Notfall sechs Wochen breit gewickelt und dann stehen die Hüften richtig. Das hat man damals noch nicht gemacht. Und so ist es meistens so, dass es, wenn man um die 50 Jahre alt ist, anfängt, weh zu tun.“

„Doch die Leute werden immer jünger, die Beschwerden haben und eine Hüftoperation brauchen“, weiß Heidi Rauch von ihrer Reha. „Spätestens wenn es so weh tut, dass man sich nicht mehr bewegen kann  - so wie‘s auch bei mir war - legt man sich freiwillig unters Messer.“

Umso dankbarer sind leidgeprüfte Menschen für die Tipps der beiden Autoren: „Sich viel bewegen - vorher und hinterher. Es ist nicht mehr so, dass man nach der Operation ans Bett gefesselt ist, sondern da kommt gleich die Physiotherapeutin. Viele haben große Angst und sagen: ’Aber das geht doch nicht, ich bin doch gerade frisch operiert worden“‘, aber das geht unter Anleitung ganz toll und diese Angst wollen wir unseren Lesern nehmen.“

Ebeso raten Heidi Rauch und Peter Herrchen, sich viel umzuhören.Eine zweite Meinung sei ebenso wichtig, wie die genaue Information, bei wem man sich operieren lässt.

All diese Tipps und noch mehr findet man im Buch „Mut zur neuen Hüfte“, das es bei Amazon und in Erding bei der Buchhandlung Lesezeichen und Moby Dick zu kaufen gibt. Mehr Infos gibt‘s unter www.mut-zur-neuen-hüfte.de.

Und Heidi Rauch? Die schreibt gerade an ihrem nächsten Buch, zu einem ganz anderen Thema: Das Limoncello-Quartett, ein Frauen-Roman.


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