15.01.2020, 18:44 Uhr

Heizkraftwerk Erding 1 erweitert 13.000 Tonnen CO2-Ersparnis pro Tag!

Bei der Inbetriebnahme des neuen BHKW (v.l.): Anne Rosner (Gemeindereferentin), Andrea Oechslen (Pfarrerin), Michael Perzl (Geschäftsleiter Zweckverband Geowärme Erding), Thomas Billotet (Sprecher der Geschäftsführung STEAG New Energies GmbH), Martin Bayerstorfer (Landrat und Verbandsvorsitzender Zweckverband Geowärme Erding), Max Gotz (Oberbürgermeister Erding), Alois Gabauer (Geschäftsleiter Zweckverband Geowärme Erding) und Jörg Wund (Geschäftsführer Therme Erding). (Foto: STEAG)Bei der Inbetriebnahme des neuen BHKW (v.l.): Anne Rosner (Gemeindereferentin), Andrea Oechslen (Pfarrerin), Michael Perzl (Geschäftsleiter Zweckverband Geowärme Erding), Thomas Billotet (Sprecher der Geschäftsführung STEAG New Energies GmbH), Martin Bayerstorfer (Landrat und Verbandsvorsitzender Zweckverband Geowärme Erding), Max Gotz (Oberbürgermeister Erding), Alois Gabauer (Geschäftsleiter Zweckverband Geowärme Erding) und Jörg Wund (Geschäftsführer Therme Erding). (Foto: STEAG)

Bis zu 18 Prozent des gesamten Wärmebedarfs Erdings können künftig durch Erdwärmenutzung gedeckt werden

ERDING Mit einer Investition von 7,8 Millionen Euro wurde vom Zweckverband Geowärme Erding und der STEAG New Energies Gmbh das bestehende Heizkraftwerk Erding 1 erweitert. Damit können künftig bis zu 18 Prozent des gesamten Wärmebedarfs der Großen Kreisstadt gedeckt werden. Versorgt wird auf klimaschonende Weise auch die Therme Erding mit ihren jährlich rund 1,8 Millionen Besuchern.

Mit dem Ausbau des Heizwerks Erding 1 trägt der Zweckverband Geowärme Erding der weiter steigenden Nachfrage nach klimafreundlicher Fernwärme Rechnung. Gemeinsam mit Projektpartner STEAG New Energies schafft der Zweckverband damit die Voraussetzung, dass künftig noch mehr Erdinger Haushalte von einer ressourcenschonenden Fernwärmeversorgung profitieren können. Gleichzeitig sichert die Kapazitätserweiterung den weiteren Fernwärmeausbau in der Stadt Erding langfristig ab. Die aktuelle Versorgung (63 Megawatt inklusive des kompletten Thermenbedarfs) ist von den Heizwerken 1 und 2 gedeckt. Die Erweiterung dient ausnahmslos dazu, den geplanten weiteren Ausbau auf 75 Megawatt seitens der Erzeugung abzudecken.

Bei der Geowärmenutzung wird das 63 Grad warme Thermalwasser aus rund 2.300 Metern Tiefe zutage gefördert und auf die beiden Geoheizwerke und die Therme Erding verteilt. Während es in den Geoheizwerken genutzt wird, um die Wärmeversorgung der Erdinger Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, dient es nach einer Aufbereitung in der Therme zudem als Badewasser.

„Die Mehrfachnutzung des Thermalwassers zur Fernwärmeversorgung von Wohngebäuden sowie für den Thermenbetrieb ist einzigartig in Deutschland – darauf sind wir sehr stolz“, sagt Landrat Martin Bayerstorfer, der zugleich Vorsitzender des Zweckverbands Geothermie Erding ist. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir mit STEG New Energies einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben, mit dem wir den Ausbau unserer Geothermie und damit die lokale Energiewende in Erding schon seit so langer Zeit erfolgreich gemeinsam vorantreiben.“

Technisch besteht die Erweiterung des Heizwerks Erding 1 aus einer neuen Kompressionswärmepumpe und einem neuen Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von je einem Megawatt elektrisch und thermisch. Komplettiert wird die Erweiterung von zwei neuen Heizwasserspeichern mit einem Fassungsvermögen von zusammen 300.000 Litern Heizwasser. Die Maßnahme beläuft sich insgesamt auf ein Investitionsvolumen von 7,8 Millionen Euro. Das Leistungsvermögen der Geowärme Erding beträgt künftig damit 75 MW Anschlusswert. Wollte man die gleiche Wärmeleistung auf konventionelle Weise erzeugen, bräuchte es dafür nicht weniger als acht Millionen Liter Heizöl. So betrachtet spart die Geowärme Erding künftig jährlich 13.000 Tonnen CO2-Emissionen ein.

Damit ist die Geowärme Erding in Sachen Klima- und Ressourcenschonung ein echtes Vorzeigeprojekt. Bereits seit mehr als drei Jahrzehnten kooperieren dabei die Stadt und der Geowärme Zweckverband Erding mit STEAG New Energies. Der Startschuss fiel 1994 mit dem Aufbau des Fernwärmenetzes, ehe 1998 das Geoheizwerk 1 in Betrieb ging. Das Geoheizwerk 2 wurde 2009 in Dienst gestellt.

„Die Geowärmenutzung in Erding ist für alle Partner ein echtes Erfolgsmodell. Dank moderner Technik profitieren alle Beteiligten und nicht zuletzt Klima und Umwelt von einer ebenso umweltfreundlichen wie verlässlichen Wärmeversorgung“, freut sich Thomas Bilotet, Geschäftsführer der STEAG New Energies, über den erfolgreichen Projektabschluss.