02.07.2019, 12:30 Uhr

Internationale Jugendliche als Trainer Digital Natives machen Senioren fit für die digitale Welt

Dr. Andreas Lenz, MdB, freut sich mit  Anna Maria Blau über die Auszeichnung ihres Projekts „Digital Grannies“. (Foto: Pressestelle Dr. Lenz)Dr. Andreas Lenz, MdB, freut sich mit Anna Maria Blau über die Auszeichnung ihres Projekts „Digital Grannies“. (Foto: Pressestelle Dr. Lenz)

Demokratie- und Kulturverständnis wird in die Welt hinaus getragen

ERDING/BERLIN Bundesweit hat das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) 59 Initiativen und Projekte für ihr vorbildliches und nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz als Preisträger ausgewählt. Die Preise sind mit 2.000 bis 5.000 Euro dotiert.

Ein Vorbild-Projekt kommt aus Hofsingelding bei Erding: Die „Digital Grannies“ der Organisation „Zukunftsmacher gUG“ werden für ihr Engagement mit 4.000 Euro gefördert. Die Ehrung findet am 18. Juli in Regensburg statt.

„Herzlichen Glückwunsch an Anna Maria Blau, Gründerin des Projekts! Ich freue mich sehr, dass sich das Aufmerksammachen auf den Wettbewerb gelohnt hat und dadurch das Projekt „Digital Grannies“ aus dem Landkreis Erding ausgezeichnet wurde. Vielen Dank den Zukunftsmachern für ihr Engagement“, so Andreas Lenz. Das Projekt, das bereits den oberbayrischen Integrationspreis erhalten hat, ist ein interkulturelles Mehrgenerationen-Projekt. Junge Menschen als „Digital Natives“ unterschiedlichster Nationen lassen Senioren erleben, wie einfach es ist, die digitale Welt und das Internet zu erschließen. Das beugt der zunehmenden Ausgrenzung älterer Menschen vor.

Gründerin der Zukunftmacher gUG und Initiatorin des Projektes, Anna Maria Blau, über das Projekt „Digital Grannies“: „Jugendliche und Senioren begegnen sich auf Augenhöhe bei einem sie verbindenden Thema. Unterschiede von Alter, Herkunft, oder auch sozialer Art, treten dabei erst einmal in den Hintergrund. Eine digitale Reise in die Welt der Kultur, Musik, oder Nachrichten beginnt – geprägt von gegenseitiger, generationenübergreifender Wertschätzung und der Freude, etwas voneinander zu lernen.“ Dabei entwickeln sich Gespräche über Flucht-Gründe und Neuanfang, aber auch politische Themen. Im Austausch entstehen gegenseitige Einblicke und Verständnis für die jeweils andere Kultur und Generation. Die jungen Leute erwerben darüber hinaus wesentliche Fähigkeiten, wie gute Sprachkenntnisse. „Von den jugendlichen Internet-Trainern wird nicht jeder in Deutschland bleiben können. Die Arbeit mit ihnen ist gerade deshalb wichtig, denn sie lernen den besonderen Mehrwert bürgerschaftlichen Engagements kennen und nehmen Teile unseres Demokratie- und Kulturverständnisses in ihre Heimatländer mit“, so Anna Maria Blau.

Weitere Informationen zum Projekt „Digital Grannies“ unter www.zukunftsmacher.de/digitalgrannies.html