11.05.2019, 15:35 Uhr

Krisenfall-Übung am Flughafen Statisten, Mitarbeiter und Einsatzkräfte proben den Ernstfall

Die Krisenfall-Übung beinhaltete auch eine komplette Evakuierung des Terminal 2. (Foto: ar/FMG)Die Krisenfall-Übung beinhaltete auch eine komplette Evakuierung des Terminal 2. (Foto: ar/FMG)

Zusammenspiel der beteiligten Stellen funktionierte bestens

FLUGHAFEN Mit rund 300 Statisten, 200 Mitarbeitern und Einsatzkräften sowie 40 Einsatzfahrzeugen übte der Münchner Flughafen am Freitag, 10. Mai, für den Krisenfall. Die internationalen Luftfahrtbehörden schreiben die Durchführung einer solchen Übung turnusmäßig alle zwei Jahre vor. Ziel ist es, die Abläufe der Alarmierung, Einsatzabwicklung und die Zusammenarbeit von Flughafen, Feuerwehr, Airline, Hilfsorganisationen und Sicherheitsbehörden zu überprüfen.

Das Übungsszenario sah einen Schlepperbrand auf dem Vorfeld und einen unberechtigten Zutritt in den Sicherheitsbereich des Terminals 2 vor.

Gegen 14 Uhr fand das Boarding an einem Airbus A319 statt. Während die Passagiere das Flugzeug betraten, war bereits der Flugzeugschlepper für das Pushback des Flugzeugs auf der Position, um eine zügige Abfertigung des Fluges zu sichern. Aus noch ungeklärten Gründen, so das Szenario, fing der Motor des Schleppers Feuer. Der dabei entstehende Rauch gelangte durch die geöffnete Flugzeugtür auch in die Kabine des Airbus, sodass die Maschine schnellstmöglich evakuiert werden musste. Dabei zogen sich mehrere Passagiere Verletzungen zu. Noch während die Fluggäste durch die Einsatzkräfte versorgt und Flugzeug und Schlepper weiter untersucht wurden, erreichte eine Meldung die Einsatzleitstelle der Konzernsicherheit, derzufolge eine Person im Terminal 2 durch eine Notausgangstüre unerlaubt in den Sicherheitsbereich gelangt war. Daraufhin wurde auf Anweisung der Bundespolizei erst der Terminalbetrieb gestoppt und später das komplette Terminal 2 geräumt. Anschließend konnte dann die Sperrung aufgehoben werden und der Betrieb wieder geordnet anlaufen.

Nach ersten Erkenntnissen hat das Zusammenspiel zwischen internen und externen Kräften sowie zwischen den Behörden, der Airline und den beteiligten Flughafenabteilungen reibungslos geklappt. Auch die Versorgung und Betreuung der fiktiven Passagiere bzw. Angehörigen verlief zur vollsten Zufriedenheit. Eine detaillierte Auswertung der Übung erfolgt in den nächsten Tagen und Wochen.

Der Flugbetrieb lief in dieser Zeit ganz regulär weiter und auch für die Passagiere gab es keinerlei Einschränkungen, da das Brandszenario im Bereich der Wartungshallen durchgeführt und die Räumung des Terminals 2 übungshalber in die Halle F verlegt wurden.