02.11.2018, 12:15 Uhr

Forderung der IG Bau Oberbayern: „Extra-Lohn“ nicht einfach wegputzen lassen!

(Foto: IG Bau Oberbayern)(Foto: IG Bau Oberbayern)

820 Gebäudereiniger im Kreis Erding wollen endlich Weihnachtsgeld

ERDING Die rund 820 Gebäudereiniger im Landkreis Erding wollen Weihnachten nicht länger leer ausgehen: Was es für Schaffner bei der Bahn, für Bankangestellte und Dachdecker gibt, sollen jetzt auch Reinigungskräfte und Fensterputzer bekommen – Weihnachtsgeld nämlich. Das fordert die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Oberbayern.

„Wer sein Geld mit Saubermachen verdient, kann in der Regel nichts auf die hohe Kante legen. Der Lohn geht für Miete, Lebensmittel und für den Alltag drauf. Ich kenne keine Gebäudereiniger, die einen halben Monatslohn als Weihnachtsgeld nicht fürs Leben gebrauchen können“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Michael Müller. Auch die rund 420 Minijobber unter den Beschäftigten der Reinigungsbranche im Kreis Erding sollen, wenn es nach dem Willen der IG BAU Oberbayern geht, vom Weihnachtsgeld profitieren: Sie würden einen halben Minijob-Lohn – also bis zu 225 Euro – extra zu Weihnachten im Portemonnaie haben.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft hat deshalb jetzt in ganz Bayern zusammen mit den Reinigungskräften Weihnachtsgeld-Aktionen in Gebäudereinigungsunternehmen gestartet. „Der Countdown läuft – das Weihnachtsgeld ist in greifbarer Nähe. Wichtig ist, dass Gebäudereiniger und Fensterputzer ihren Chefs im Landkreis Erding jetzt deutlich machen, dass sie sich den Extra-Lohn im Dezember nicht wegputzen lassen“, so Müller. Anfang November wolle die IG BAU mit den Arbeitgebern über das Weihnachtsgeld verhandeln.