11.10.2018, 16:04 Uhr

Nun auch bei Klinikmitarbeitern Das große Jucken ... greift um sich

(Foto: alohaflaminggo/123RF)(Foto: alohaflaminggo/123RF)

Hat das Auftreten der Krankheit mit den unlängst bekannt gewordenen Fällen zu tun?

ERDING Auch im Klinikum Landkreis Erding ist es nun zu einem Auftreten der Krätze, auch Skabies genannt, gekommen. Erst Ende September waren einige Fälle dieser Krankheit im Landkreis bekannt geworden. Das Auftreten beschränkt sich in der Klinik nach aktuellem Kenntnisstand auf eine Station und dort auf fünf Mitarbeiter, die bis zum Nachweis des Behandlungserfolges nicht eingesetzt werden. Patienten sind nach bisherigem Kenntnisstand nicht betroffen.

Aktuell treffen die Verantwortlichen im Klinikum – in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt – die erforderlichen Maßnahmen, um zügig für alle Mitarbeiter und Patienten eine Ansteckungsgefahr ausschließen zu können. Der Fokus liegt dabei auch auf einer prophylaktischen Behandlung der engen Kontaktpersonen der Erkrankten. Zusammenhänge zum Auftreten der Krätze in anderen Einrichtungen im Landkreis werden derzeit geprüft.

Krätze ist eine parasitäre Hautkrankheit, die von Mensch zu Mensch übertragen wird. Eine Übertragung ist nur dann wahrscheinlich, wenn der Körperkontakt großflächig, lang und kontinuierlich genug ist; nach verschiedenen Literaturangaben muss er etwa 5 bis 10 Minuten betragen. Händeschütteln, kurze Umarmungen, eine medizinische Untersuchung der Haut etc. reichen bei gewöhnlicher Skabies in der Regel nicht für eine Ansteckung aus.