05.10.2018, 18:12 Uhr

Ein VHS-Vortrag gegen das Vergessen Der 20. Juli 1944 – Tag des Hitler-Attentats

(Foto: David Ausserhofer)(Foto: David Ausserhofer)

Felicitas von Aretin, Enkelin der Widerstandskämpfer, berichtet „aus erster Hand“

ERDING Den bayerischen Journalisten Erwein v. Aretin und Generalmajor Henning v. Tresckow verband eine tief im Glauben und der Ethik verwurzelnde Gegnerschaft zum Nationalsozialismus.

Während der Münchner Monarchist Erwein v. Aretin wegen seiner kritischen Haltung ab 1933 verfolgt und im KZ Dachau als einer der ersten Häftlinge interniert wurde, machte der weltoffene Preuße v. Tresckow eine große militärische Karriere. Sie machte ihn – nach anfänglicher Begeisterung für den Nationalsozialismus – zum entschiedensten Gegner Hitlers. Tresckow unternimmt mehrere Attentatsversuche, bereitet den 20. Juli strategisch vor, nach dessen Scheitern er sich das Leben nimmt. Seine Familie kommt in Sippenhaft.

Felicitas von Aretin, Enkelin zweier Widerstandskämpfer, wird in Erding einen Vortrag über den 20. Juli 1944, den Tag des Hitler-Attentats, und seine Protagonisten halten. Die Münchner Journalistin, Historikerin und Enkelin beider Widerstandskämpfer zeigt darin auf, warum, auf welchem Wege und zu welchen Zeitpunkten die von Herkunft, Konfession und politischer Überzeugung verschiedenen Männer den Weg in den Widerstand nahmen und was dies für ihre Familien bedeutete.

Der Vortrag findet am Montag, 8. Oktober, um 19.30 Uhr im Haus der Begegnung, Am Rätschenbach 12, in Erding statt.