27.09.2018, 16:22 Uhr

Wer ist eigentlich wann zuständig? Den Notarzt rufen oder zum ärztlichen Bereitschaftsdienst?

Die Praxis des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist im Klinikum Erding untergebracht. (Foto: Silke Schönenberg)Die Praxis des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist im Klinikum Erding untergebracht. (Foto: Silke Schönenberg)

Die Telefonnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist vielen noch immer unbekannt.

ERDING Die Nummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes gibt es seit vielen Jahren, aber noch immer kennen viele diese sehr nützliche Nummer nicht.

Am Abend, am Wochenende, an Feiertagen kann der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 (deutschlandweit, ohne Vorwahl, kostenlos im Festnetz und per Handy) erreicht werden. Der Bereitschaftsdienst hilft bei Erkrankungen, mit denen man normalerweise einen Arzt in einer Praxis aufsuchen würde, wobei die Behandlung aber aus medizinischen Gründen nicht bis zur nächsten Öffnung der Hausarztpraxis warten kann.

Bei bedrohlich erscheinenden Erkrankungen oder Unfällen muss dagegen der Rettungsdienst unter der Rufnummer 112 alarmiert werden!

Der ärztliche Bereitschaftsdienst wird in Bayern durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) organisiert. Er ist zuständig, wenn man mit einer Erkrankung, die nicht lebensbedrohlich ist, nicht bis zum nächsten Tag oder bis zum Montag auf eine ärztliche Behandlung warten kann.

Die Rufzentrale des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist unter 116 117 erreichbar und verweist an eine spezielle Bereitschaftsdienstpraxis. Im Landkreis Erding ist diese Praxis, die man im Krankheitsfall aufsuchen kann, im Klinikum Erding untergebracht. Hier findet man einen diensthabenden Bereitschaftsarzt, der die medizinische Versorgung bis zur nächsten regulären Sprechstunde überbrückt.

Die Öffnungszeiten der Bereitschaftspraxis im Klinikum Erding sind wie folgt:

Mo, Di, Do:18 – 21 Uhr

Mi, Fr:16 – 21 Uhr

Sa, So, Feiertag:9 – 21 Uhr

Zusätzlich versorgt die Patienten in dringenden Fällen ein mobiler Arzt zu Hause, wenn deren Gesundheitszustand es nicht erlaubt, in die Bereitschaftsdienstpraxis zu kommen.

Nicht zu verwechseln ist dieser Dienst mit dem „Notarzt“. Dieser kommt mit dem Rettungsdienst und ist nur bei lebensbedrohlichen Gesundheitszuständen unter der 112 erreichbar.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst versorgt sowohl Kassen-, als auch Privatpatienten. Die Kosten der Behandlung werden von der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung (hier abhängig vom Vertrag und Selbstbehalt) übernommen.