22.06.2018, 07:48 Uhr

Tourismus und Infrastruktur Eine Schwebebahn für Erding?

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Abgeordnete Ulrike Scharf mit kühnen Zukunftsvisionen

ERDING „Unsere Erdinger Heimat genießt weltweit große Sympathien. Seit 2013 können wir jährlich die Überschreitung der 1-Million-Grenze bei Übernachtungen vermelden, Tendenz weiter steigend. Jenseits der enormen Anstrengungen aller Beteiligten hier in Erding bleibt die politische Unterstützung enorm wichtig. Deshalb hat die bayerische Staatsregierung erst in der vergangenen Woche die neue Tourismusoffensive Bayern im Ministerrat beschlossen“, so Stimmkreisabgeordnete Ulrike Scharf.

Das Ziel der Tourismusoffensive ist klar: Klasse statt Masse, und ein gutes Miteinander von Touristen und einheimischer Bevölkerung. Und deshalb erhöht der Freistaat die finanzielle Förderung der Tourismusbetriebe in Bayern kräftig. Ziel ist es, den Tourismus noch stärker nachhaltig auszurichten. Gleichzeitig sollen die Chancen und Möglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung ergeben stärker genutzt werden. Auch hier ist der Freistaat ein verlässlicher Partner und unterstützt mit dem Digitalbonus Bayern viele kleine und mittlere Unternehmen.

„Um den Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt zu begegnen wurde außerdem am vergangenen Dienstag der ‚Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0‘ unterzeichnet“, so Scharf weiter. Ziel dieser Vereinbarung ist es, mit ganz konkreten Maßnahmen und Projekten die Weiterbildungsbereitschaft und Weiterbildungsbeteiligung auch der unterrepräsentierten Personengruppen im erwerbsfähigen Alter mit Blick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt nachhaltig zu steigern.

„Die aktuelle Lage ist sehr gut, und trotzdem müssen wir uns auch hier in Erding Gedanken über den Tourismus der Zukunft machen. Dazu gehört für mich auch der Ausbau der Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs. Erding und die Region müssen eben nicht nur mit dem Auto erreichbar sein. Deshalb brauchen wir dringend eine bessere Schienenanbindung, die wir hoffentlich in absehbarer Zeit mit dem Ringschluss bekommen werden. Damit binden wir die ganze Region Südostbayern an Erding an und natürlich auch umgekehrt. Auch dem eklatanten Fachkräftemangel kann man durch die bessere Anbindung zumindest ein Stück weit entgegen treten“, so Scharf weiter.

„Der neue Bahnhof am Fliegerhorst wird deutlich weiter weg vom Stadtzentrum liegen. Meine Vision für die Verbindung zwischen dem neuen Bahnhof und der Innenstadt ist eine Art von Schwebebahn. Urbane Seilbahnen sind emissionsfrei, verbrauchen wenig Energie, sind leise und natürlich auch eine weitere Attraktion für die Stadt Erding. Über solche Lösungen müssen wir uns heute schon Gedanken machen“, so Scharf abschließend.