04.05.2018, 12:57 Uhr

21-Jähriger verletzt Polizisten Geschlagen, getreten und gebissen

Bundespolizisten am Münchner Airport überprüfen täglich mehrmals herrenlose Gegenstände auf ihre Gefährlichkeit und sorgen so auf dem gesamten Flughafen für Sicherheit. Dabei kommt es  leider immer wieder zu unschönen Szenen. (Foto: Bundespolizei)Bundespolizisten am Münchner Airport überprüfen täglich mehrmals herrenlose Gegenstände auf ihre Gefährlichkeit und sorgen so auf dem gesamten Flughafen für Sicherheit. Dabei kommt es leider immer wieder zu unschönen Szenen. (Foto: Bundespolizei)

Beamter ist jetzt dienstunfähig

FLUGHAFEN Bundespolizisten hatten am Donnerstag, 3. Mai, mittags im Zentralbereich des Flughafens herrenlose Gepäckstücke entdeckt. Als sie gerade dabei waren, diese zu überprüfen und gegen unberechtigten Zugriff zu sichern, fiel ihnen ein 21-jähriger Mann auf. Zuerst schien es, als hätte er etwas mit Gegenständen zu tun. Als die Beamten ihn daraufhin fragten, ob es sich um seine Sachen handle, verneinte er und entfernte sich. Kurz darauf bemerkte ein Bundespolizist den Oberbayern, wie er aus einigem Abstand die Situation auffällig genau beobachtete. Insofern wollte der Beamte den Beobachter zur Rede stellen, woraufhin er versuchte, sich aus dem Staub zu machen. Der Bundespolizist hielt den Mann, der über die Maßen angespannt und apathisch war, jedoch am Arm fest.

Dann ging alles sehr schnell: Der 21-Jährige flippte unvermittelt aus, schlug und trat um sich. Es bedurfte dreier Beamter, um den Aggressor ruhig zu stellen und festzunehmen. Bei dem Gerangel trugen die Beamten nicht nur leichte Blessuren und Prellungen davon. Einen Beamten biss der 21-Jährige derart in den Oberarm, dass dieser eine offene, blutende Wunde davontrug.

Schließlich brachten die Bundespolizisten den Festgenommenen auf die Wache. Aber auch dort schwieg er weiterhin beharrlich und wollte keine Angaben zu seinem Verhalten machen.

Aufgrund des Gemütszustands des Festgenommenen und des Verdachts auf Drogenmissbrauch, baten die Bundespolizisten eine Ärztin um ihre Fachexpertise. Diese schloss bei dem Verhalten und Zustand des 21-Jährigen eine Drogenabhängigkeit ebenso wenig aus wie aktuelle Entzugserscheinungen und empfahl eine Einweisung nach dem bayerischen Unterbringungsgesetz.

Die Beamten ihrerseits quittierten das Verhalten des gebürtigen Tölzers mit einer Strafanzeige, unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung, bevor sie ihn für weitere Maßnahmen an die Kollegen der bayerischen Landespolizei übergaben. Der gebissene Bundespolizist musste seinen Dienst abbrechen und begab sich in ärztliche Behandlung. Aktuell ist der Beamte nicht dienstfähig.