22.02.2018, 16:01 Uhr

Prominenz feiert am Airport Starkbieranstich: CSU und Grüne ist wie Schweinsbraten mit Vanillesoße


An die 200 Gäste kamen in der Airbräu-Tenne am Münchner Flughafen zusammen um zu feiern und dem Kabarettisten Wolfgang Krebs alias Edmund Stoiber zuzuhören.

FLUGHAFEN Nach der unterhaltsamen Begrüßung durch Allresto-Chef Gerhard Halamoda und dem ersten Prosit mit dem dem Airbräu-Starkbier „Aviator“ ging’s los: Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh bat Wolfgang Krebs zu seinen großen Auftritt ans Derblecker-Pult. Der Kabarettist begrüßte als „Edmund Stoiber“ über 20 Bürgermeister, „Stadt-, Land- und Flussräte, Lufthanseaten, Air Dalmatiner und Eurodingser“ und berichtete höchst amüsant über die aktuellen und vergangenen Ereignisse am Flughafen, über die Geschichten aus den angrenzenden Städten und Gemeinden und wagte auch einen Blick in die Zukunft des Airports. Die Gastgeber hätten „weder Kühe noch Moste“ gescheut, um ein zünftiges Starkbierfest auszurichten. Und dann ging es auch schon richtig los mit dem traditionellen Derblecken. Er nahm die bayerischen und außerbayerischen Weltgeschehnisse auseinander und verschont blieb nichts und niemand. Die vergangenen Bundestagswahlen, der „Worst-Case Horst-Case“, Markus Söder und seine Spezl, die Kolitionsverhandlungen – Wolfgang Krebs brillierte in seiner Rolle. Der Freie Wähler Aiwanger und seine „Strabse“ wurden genauso wenig geschont wie die „moskaugesteuerten Sozis, die in Bayern bezeichnenderweise von einer Natascha angeführt werden.“

Der Flughafen kam natürlich auch an die Reihe. Das Management bemühe sich zum Beispiel sehr, den Flughafen schrittweise in eine Grünanlage zu verwandeln, „ein Biotop für veganes Fliegen.“

Zum Thema dritte Start- und Landebahn meinte Krebs: „Das ist wie jedes Jahr: für den Münchner Flughafen geht überhaupt nichts vorwärts, weil ja gerade Wahlen anstehen und die Politik dieses Thema deshalb nicht anfassen will.“

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher „aus der partiell bewohnten Großbaustelle Freising“ bekam vom bestens informierten Edmund Stoiber zu hören, dass „die Innenstadt Freunde der Archäologie inzwischen an Troja zum Zeitpunkt des Besuches von Heinrich Schliemann“ erinnere.

Das „Zombi- äh Kombi-Bad“ kam genauso zur Sprache wie die kuriose Geschichte um den „Kloturm“ am Domberg. Dabei gab‘s für die Stadträte verbale Haue vom Redner: „Ganz nach dem Motto: Wir hatten im Oktober keine Ahnung, worum es ging, aber wir haben natürlich sicherheitshalber erst einmal Nein gesagt.“

Auch Erdings Oberbürgermeister bekam einiges zu hören: „Der Herrgott(z)“ und seine geplante Landesgartenschau – da wird der Fliegerhorst zum Fliederhorst.“

Der reiche Gemeindechef von „Oberding-Sbums“ und die Gemeinde Eitting als „europäische Gurkenmetroploe Nummer 1“ kamen ebenfalls nicht ungeschoren davon.

Kabarettist Wolfgang Krebs und Pressechef Ingo Anspach hatten die Rede verfasst und erhielten am Ende lang anhaltenden Applaus vom begeisterten Publikum. Nach der charmanten „Schimpfe“ flossen weitere Liter des „Aviator“, und die Gäste hatten nach dem unterhaltsamen Starkbieranstich sicher mehr als reichlich Gesprächsstoff.


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