12.02.2018, 12:33 Uhr

Nach Diskussionen um die Schweinepest ArGe „Schwarzwild“ für den Landkreis Erding

Foto: natureimmortal/123RF (Foto: natureimmortal/123RF)Foto: natureimmortal/123RF (Foto: natureimmortal/123RF)

Für eine bessere Kontrolle der Bestände

ERDING Im Zuge der öffentlichen Diskussion um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wurden jetzt die Weichen für die Gründung einer Arbeitsgruppe „Schwarzwild“ mit allen beteiligten Akteuren gestellt.

Zwar ist die Wildschweinpopulation im Landkreis Erding im Vergleich zu anderen Regionen immer noch verhältnismäßig gering; dennoch wachsen die Bestände vor allem im südwestlichen Landkreisgebiet seit Jahren stetig an. Die Lebensbedingungen für die Tiere haben sich in unseren Gefilden deutlich verbessert. Dies ist unter anderem auf Faktoren wie veränderte klimatische Bedingungen, ein ideales Nahrungsangebot und den Umbau der Nadel- in Mischwälder seit Ende der Neunzigerjahre zurückzuführen. Nicht nur die Jäger stehen mit der zunehmenden Ausbreitung des Wildschweins vor einer Herausforderung. Besonders die Schweinebauern im Landkreis, deren Bestände sich in den letzten 30 Jahren von 30.000 auf 70.000 mehr als verdoppelt haben, fürchten mit der steigenden Schwarzwildpopulation ein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit ASP für die Hausschweine.

Die neue Arbeitsgemeinschaft soll nun verschiedene Möglichkeiten beleuchten und Wege erarbeiten, wie kurz- und mittelfristig die Bestandsentwicklung des Schwarzwildes im Landkreis Erding kontrolliert werden kann. Teilnehmen werden Vertreter der Jagdaufsichtsbehörde, des Veterinäramtes, des Bauernverbands sowie des Kreisjagdverbandes und der Bayerischen Staatsforsten. Die erste Sitzung unter Vorsitz von Landrat Martin Bayerstorfer findet am 20. Februar im Landratsamt statt.