02.02.2018, 12:47 Uhr

Zahl der Ausbildungsverträge sinkt Betriebe kämpfen um jeden einzelnen Azubi

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Berufsbildung wichtigster Grundpfeiler wirtschaftlicher Stärke

LANDKREIS ERDING Das vierte Jahr in Folge mussten die Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im Landkreis Erding einen Rückgang bei den Ausbildungsverträgen hinnehmen. Die IHK für München und Oberbayern verzeichnete 2017 insgesamt 316 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge, ein Minus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie aus den Zahlen der Arbeitsagentur ebenfalls hervorgeht, blieben zudem über 120 Lehrstellen mangels Bewerber unbesetzt, das sind fast 50 Prozent mehr als 2016.

„Die Betriebe im Landkreis kämpfen weiterhin um jeden einzelnen Azubi. Um für die duale Ausbildung zu begeistern, müssen wir gemeinsam mit Eltern und Schulen weiterhin viel Überzeugungsarbeit bei den jungen Leuten leisten. Das betrifft nicht nur Schüler, Eltern und Lehrer, sondern auch die Bildungspolitik. Die Berufsbildung ist einer der wichtigsten Grundpfeiler unserer wirtschaftlichen Stärke. Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich noch mehr als bisher auf die Ausbildung als bestes Sprungbrett in die Karriere zurückbesinnen“, kommentiert Otto Heinz, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des Regionalausschusses Erding-Freising. Dafür haben die IHK und Partner wie das Bayerische Wirtschaftsministerium in den vergangenen Jahren auch erfolgreiche Kampagnen wie „Elternstolz“ oder die „Woche der Ausbildung“ ins Leben gerufen, die heuer am 26. Februar startet.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen im Landkreis die Einzelhandelskaufleute vor den Kaufleuten für Spedition und Logistikdienstleistungen und den Verkäufern. Sowohl bei Mädchen als auch bei Buben liegen die Einzelhandelskaufleute an der Spitze. Insgesamt wurden in 209 Ausbildungsbetrieben Neuverträge in 48 verschiedenen Berufen abgeschlossen.