08.12.2017, 15:12 Uhr

foodwatch hinterfragt Hygiene Busunternehmen Scharf im Visier

Sekt und Häppchen gehören fast zu jeder Busfahrt (Symboldbild). (Foto: Eckl)Sekt und Häppchen gehören fast zu jeder Busfahrt (Symboldbild). (Foto: Eckl)

Landratsamt stellt sich hinter die Firma.

ERDING Das Busunternehmen Scharf wird immer wieder Ziel der Organisation „foodwatch“. Seit Juli 2017 haben das Landratsamt Erding mehrere Anfragen seitens „foodwatch“ e. V. zum Omnibusunternehmen Scharf erreicht.

Gegenstand der Anfragen war stets, ob bei der Fa. Scharf die geltenden Hygienebestimmungen für Lebensmittelunternehmen eingehalten werden, weil ab und zu auf Fahrten Sekt und Häppchen serviert werden.

Das Landratsamt Erding schreibt nun in einer Pressemitteilung: „Ungeachtet der Tatsache, dass foodwatch e. V. zweifelsfrei einen gesetzlichen Auskunftsanspruch bzgl. der angefragten Thematiken hat, entstand beim Landratsamt Erding der Eindruck, dass foodwatch e. V. gezielt die Firma Scharf mit ihrer bekannten Verbindung zur amtierenden Staatsministerin, Frau Ulrike Scharf, angefragt hat. Im gleichen Zeitraum sind zu keinen anderen (Omnibus-) Unternehmen Auskunftsersuchen eingegangen, was im Widerspruch zur Aussage von foodwatch-Sprecher Andreas Winkler steht. Auch die Tatsache, dass nicht nur eine, sondern insgesamt drei Anfragen beim Landratsamt Erding eingegangen sind, untermauert diesen Eindruck. Herr Landrat Bayerstorfer legt Wert auf die Feststellung, dass die Fa. Scharf Ihren Pflichten als Lebensmittelunternehmen nachkommt, was sich im Rahmen eine Routinekontrolle bestätigt hat.“

Umweltministerin Ulrike Scharf, Schwester der beiden Unternehmer Martin und Andreas, hat sich aus dem operativen Geschäft verabschiedet, als sie Mitglied der Staatsregierung wurde.


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