23.11.2017, 07:15 Uhr

Besser genau als schnell, schnell Hochwasserschutz in akribischer Planung

Hochwasserereignissen (wie hier 2013) soll mit gut geplantem Hochwasserschutz vorgebeugt werden. (Foto: ck)Hochwasserereignissen (wie hier 2013) soll mit gut geplantem Hochwasserschutz vorgebeugt werden. (Foto: ck)

Die Variante „Rückhaltebecken bei Niederwörth“ wird genau überprüft

ERDING Spätestens seit dem Hochwasserereignis des Jahres 2013 ist augenfällig, dass ein wirksamer Hochwasserschutz für Erding unabdingbar ist. Die Planungen dafür laufen beim Wasserwirtschaftsamt München auf Hochtouren. Eine mögliche Variante stellt ein Rückhaltebecken bei Niederwörth dar. Allerdings ist genau zu prüfen, wie sich der Einstau des Beckens auf das Grundwasser auswirkt, bevor sie realisiert werden kann.

Die Anwohner sind in Sorge, dass das Grundwasser ansteigen könnte und dass in Folge dessen die Keller der Häuser vernässt werden könnten. Das Wasserwirtschaftsamt nimmt diese Sorgen der Bürger sehr ernst. Deshalb wird ein Grundwassermodell erstellt, mit dem die Auswirkungen des Rückhaltebeckens im Betrieb modelliert werden sollen. Eigentlich sollten die Ergebnisse davon bereits vorliegen, doch die Modellerstellung hat gezeigt, dass eine noch genauere Kenntnis des Untergrunds notwendig ist. Deshalb wurden an einigen Stellen weitere Bohrungen vorgenommen, um den Aufbau der Schichten zu erkunden.

Genauigkeit geht vor Geschwindigkeit, so die Devise der Ingenieure. Zuverlässige Ergebnisse sind nötig, damit sich die Anwohner auf die Ergebnisse des Modells verlassen können. Auch für die Abschätzung der Kosten sind genaue Aussagen zum Grundwasser wichtig. Die Frage ist, ob beispielsweise Pumpwerke oder Brunnen gebraucht werden. Das kostet Geld für Bau und Betrieb. Damit sind die Ergebnisse für die Variantenentscheidung sehr wichtig.

Auch in Mauern entlang der Sempt in Altenerding und Langengeisling sind mögliche Varianten weiter denkbar.


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