22.11.2017, 07:58 Uhr

SkF kündigt die Interventionsstelle Versorgung von Frauen in Notlagen in Gefahr

Frauen in Notlagen haben Anfang des Jahres in Erding keine Anlaufstelle. (Foto: ja)Frauen in Notlagen haben Anfang des Jahres in Erding keine Anlaufstelle. (Foto: ja)

Die Interventionsstelle für Frauen in Notlagen wird zwei Monate unbesetzt sein.

ERDING Das Frauenhaus Erding und die Interventionsstelle werden ab 1. März 2018 durch den BRK Kreisverband Erding betrieben. Der Betrieb der Interventionsstelle wird jedoch über einen jährlichen Zuschuss finanziert und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) als bisheriger Betreiber ist nicht bereit, die Leistung über den Jahreswechsel hinaus zu erbringen.

Die Interventionsstelle als Ergänzung zum Angebot des Frauenhauses gibt es im Landkreis Erding seit 10 Jahren. Dabei handelt es sich um eine Einrichtung für den Erstkontakt mit Frauen in akuten Notlagen. Der SkF hatte ursprünglich erklärt, dass nur ein gemeinsamer und eng verzahnter Betrieb von Frauenhaus und Interventionsstelle sinnhaft ist und größtmöglichen Nutzen für die betroffenen Frauen bietet.

Entgegen dieser Aussage und völlig überraschend hat der SkF nun angekündigt, das Angebot der Interventionsstelle zum Jahresende einzustellen und nicht bis zur Übergabe des Frauenhausbetriebs zum 28. Februar 2018 weiterzuführen. Das Angebot der Interventionsstelle läuft somit bereits zum 31. Dezember 2017 aus. Der SkF wird ab Jahresbeginn, trotz des Angebots einer vollen Kostenerstattung durch den Landkreis Erding, nur mehr eines dieser beiden wichtigen Instrumente für die Betreuung von Frauen in Gewaltsituationen abdecken. Dies hinterlässt eine deutliche Lücke im ansonsten breit gefächerten Angebot für Frauen als Opfer häuslicher Gewalt.


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