25.06.2017, 13:39 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Personal-Engpässe Geburtshilfe des Klinikums Erding kann nur eingeschränkt arbeiten

Foto:  kzenon / 123RF Stockfoto (Foto:Schmid)Foto: kzenon / 123RF Stockfoto (Foto:Schmid)

Auf Grund schwerwiegender Personal-Engpässe im Bereich der Beleghebammen kann der Betrieb des Kreißsaals im Klinikum Erding in den drei Sommermonaten Juli, August und September nur eingeschränkt aufrecht erhalten werden. Von Montag bis Freitag werden in den Sommermonaten ausschließlich geplante Kaiserschnitte durchgeführt.

ERDING Die Geburtshilfe des Klinikums Landkreis Erding arbeitet mit einem Beleghebammen-System. Das heißt, die Hebammen sind nicht beim Klinikum angestellt, sondern arbeiten in einer Hebammen-Gemeinschaft zusammen, mit der das Klinikum Landkreis Erding einen Kooperationsvertrag geschlossen hat – ähnlich wie mit Belegärzten. Diese Hebammen-Gemeinschaft hat derzeit zu wenige Mitglieder, um die Dienstzeiten im Kreißsaal zur Gänze abdecken zu können. Trotz intensiver Suche nach weiteren Kolleginnen zur Ergänzung des bestehenden Teams und massiver Unterstützung durch das Klinikum Landkreis Erding ist es den freiberuflichen Hebammen nicht gelungen, die Besetzung des Kreißsaals im Sommer durchgehend zu sichern. Selbst eine Akquise in den umliegenden Kliniken, insbesondere im Klinikum rechts der Isar der TU München sowie sogar in Südtirol durch die Chefärztin Dr. Birgit Niemeyer, war am Ende nicht ausreichend, um die Hebammen in dem Maße zu verstärken, wie es nötig gewesen wäre. Für die Monate Juli, August und September gilt daher folgendes: im Klinikum Erding werden ausschließlich geplante Kaiserschnitte durchgeführt.

Die nächsten drei Monate werden die Verantwortlichen im Klinikum Landkreis Erding intensiv dazu nutzen, die Kreißsaalbesetzung ab September aufzubauen, damit ab Oktober der Kreißsaalbetrieb wieder in vollem Umfang fortgeführt werden kann. Dabei ist auch eine Neustrukturierung oder sogar Umstellung des derzeitigen Systems mit Beleghebammen nicht ausgeschlossen. Viel wird diesbezüglich auch von dem lange erwarteten Ausgang des Schiedsspruches mit dem GKV-Spitzenverband bezüglich der Vergütung der Geburtshilfe bei Beleghebammen am 4. Juli abhängen.


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