30.04.2017, 18:21 Uhr

Tätlichkeiten und Gefangenbefreiung Die Bundespolizei in München ermittelt zu Gewaltdelikten an Haupt- und Ostbahnhof

Foto: Bundespolizeidirektion MünchenFoto: Bundespolizeidirektion München

Am Freitagmittag (28. April) geriet eine Gruppe eines Junggesellenabschieds mit zwei Männern in Streit. Am Samstagmorgen (29. April) gab es erst in einem Schnellrestaurant am Ostbahnhof Schläge gegen einen Sicherheitsdienstmitarbeiter sowie am Hauptbahnhof nach vorangegangener Tätlichkeit eine versuchte Gefangenbefreiung.

MÜNCHEN Gegen 13.40 Uhr war es am Freitag am Querbahnsteig des Münchner Hauptbahnhofes zu einer wechselseitigen Körperverletzung gekommen. Ein 30-Jähriger Deutscher mit Wohnort Österreich und sein 32-jähriger Bruder aus Obergünzburg gerieten mit einer siebenköpfigen Gruppe eines Junggesellenabschieds am Hauptbahnhof in einen Streit, in dessen Verlauf es zu wechselseitigen körperlichen Auseinandersetzungen zwischen dem Österreicher und einem 28-jährigen Österreicher aus der Junggesellengruppe gekommen war. Alkoholmessungen ergaben bei dem 30-Jährigen einen Wert von 2,84 und bei seinem Widersacher von 1,5 Promille. Der Hauptbahnhof München war zur Tatzeit stark frequentiert. Ein Beamter der Bundespolizei, der sich auf dem Heimweg befand, konnte eine Streife herbeiholen bevor die Auseinandersetzung eskalierte. Ermittlungen wegen wechselseitiger Körperverletzung wurden eingeleitet.

Am Samstag kam es gegen 4.15 Uhr in einem Schnellrestaurant in der Friedensstraße zu einer tätlichen Auseinandersetzung sowie Beleidigungen. Mitarbeiter eines Schnell-restaurantes riefen wegen einer Auseinandersetzung die Bundespolizei. Ein 23-jähriger, gebürtiger Kongolese aus Ramersdorf verhielt sich aggressiv und schrie laut umher. Als ein Sicherheitsdienstmitarbeiter den Mann aufforderte, sich zu beruhigen, beleidigte der 23-Jährige den Sicherheitsdienstmitarbeiter, einen 33-jährigen Tunesier. Anschließend versuchte der 23-Jährige mehrfach nach dem Tunesier zu schlagen, was jedoch misslang, da der Sicherheitsdienstmitarbeiter ausweichen konnte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 23-Jährige aufgrund seiner auch den Einsatzkräften gegenüber hohen Aggressivität in Unterbindungsgewahrsam genommen.

Gegen 5.40 Uhr wurde eine Streife der Bundespolizei von Reisenden auf eine körperliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten im Zwischengeschoss hingewiesen. Erste Ermittlungen ergaben, dass ein 23-jähriger Thalkirchner - nach vorangegangener Provokation - einen 22-Jährigen aus Dachau beleidigt und anschließend körperlich attackiert haben soll. Der Angegriffene soll daraufhin zurückgeschlagen haben. Anschließend soll sich die Auseinandersetzung am Boden fortgesetzt haben. Dabei soll sich ein 22-Jähriger aus Fürstenfeldbruck, ein Begleiter der Thalkircheners, eingemischt und den Dachauer mehrere Tritte, u.a. gegen den Kopf, versetzt haben. Weitere Begleiter sollen nun versucht haben, die Beteiligten zu trennen und voneinander wegzuziehen. Als Streifen der Bundes- und Landespolizei den Sachverhalt klären wollten, weigerte sich der Thalkirchener, seinen Ausweis vorzuzeigen. Bei der Mitnahme zur Dienststelle widersetzte er sich den Beamten und beleidigte sie zudem. Im weiteren Verlauf versuchte der Begleiter die Mitnahme des Freundes zu verhindern und ihn den mitnehmenden Beamten zu entreißen. Der Dachauer und ein weiterer Beteiligter wurden bei der Auseinandersetzung leicht verletzt. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Beleidigung und versuchter Gefangenbefreiung eingeleitet.


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