26.02.2013, 10:41 Uhr

Kulturpreise des Landkreises verliehen Star-Power im Landratsamt

Kulturpreisträger Jörg Schneider (3. v.li.) mit den "Rosenheim-Cops" Dieter Fischer und Michael A. Grimm, Sparkassendirektor Walter Strohmaier, Gattin Gabriela Schneider und Landrat Heinrich Trapp (v.re.). Foto: Stefan KleinKulturpreisträger Jörg Schneider (3. v.li.) mit den "Rosenheim-Cops" Dieter Fischer und Michael A. Grimm, Sparkassendirektor Walter Strohmaier, Gattin Gabriela Schneider und Landrat Heinrich Trapp (v.re.). Foto: Stefan Klein

Die Größe der in der Nacht vorher in Los Angeles über die Bühne gegangenen Oscar-Verleihung hat sie (noch) nicht, aber verstecken muss sich die Verleihung der Kulturpreise des Landkreises Dingolfing-Landau keineswegs. Schon gar nicht, wenn mit den "Rosenheim-Cops" Dieter Fischer und Michael A. Grimm zwei echte deutsche Fernseh-Serienstars den Weg ins Landratsamt gefunden haben.

DINGOLFING Die hielten am Montagabend im großen Sitzungssaal eine humorvolle Laudatio auf den in Gottfrieding lebenden Fernseh-Regisseur Jörg Schneider, der mit "SOKO 5113", "Tatort Hafenkante" und eben den "Rosenheim-Cops" regelmäßig die Crème de la Crème des deutschen (Vor-)Abendprogramms inszeniert. Der laut Grimm von seinen Freunden "Power" genannte Kulturpreisträger 2012 sei "mit Sicherheit der schnellste Qualitätsregisseur diesseits und jenseits der Isar und das mit Abstand und auch mit Recht".

Auch wenn ein solches "Urgetüm aus Kraft, Genie und Sexappeal" nicht nur Freude, Sympathie und Begierde wecke, sondern auch verstören, verschrecken und verscheuchen könne - "er ist wirklich einer der Ihren", auf den der Landkreis mit Fug und Recht Stolz sein könne, so Grimm.

Das lässt sich mit Sicherheit auch für die Empfänger des Kulturförderpreises sagen. Die Familie Hermann Hauser hat bei Gitarristen weltweit einen Ruf wie Donnerhall. Das wurde in der Laudatio von Klaus Wolfgang Wildner, dem Vorsitzenden der Hermann Hauser Guitar Foundation, schnell deutlich. Bereits in vierter bzw. fünfter Generation widmen sich Hermann Hauser und Tochter Kathrin in Reisbach dem Bau von hochwertigen Gitarren.

Dass nach wie vor nur 15 bis 20 Instrumente im Jahr die Werkstatt verlassen, sei dabei gewollt, so Wilder. Denn für Hermann Hauser sei der Dialog mit den Gitarristen, auf dessen Basis für jeden das maßgeschneiderte Instrument entsteht, genauso wichtig wie für seinen Großvater gleichen Namens, der Anfang des 20. Jahrhunderts den Gitarrenbau auf ein ganz neues Niveau gebracht habe. Mit Tochter Kathrin Hauser ist sichergestellt, dass diese Arbeitsphilosophie auch nach Hermann Hauser III fortgesetzt wird. Der bekannte Gitarrist Aliosha de Santis war übrigens extra aus Rom eingeflogen, um das Publikum mit seiner Hauser-Gitarre zu unterhalten.

Noch keinen Weltruhm haben naturgemäß die Jugendkulturpreisträger 2012 erworben, die Ballettklasse der Städtischen Musikschule Dingolfing. Aber das kann ja noch werden. Mit Irina Derilow haben die rund 135 Elevinnen im Alter von fünf bis 20 Jahren auf jeden Fall eine ausgezeichnete Lehrkraft, die ihre Begeisterung für das Ballett nahtlos auf ihre Schülerinnen überträgt, wie Musikschulleiter Georg Schwimmbeck in seiner Laudation sagte. Vom Dingolfinger Ballettnachwuchs wird man also sicher noch einiges zu hören und sehen bekommen.


0 Kommentare