24.07.2019, 13:52 Uhr

Vier Wochen stehen die Bänder still Zukunftsprojekte sorgen für Produktionspause im BMW-Werk Dingolfing


Ab Freitag stehen bei BMW die Fertigungsbänder im Dingolfinger Fahrzeugwerk für vier Wochen still. Wie der Konzern ankündigte, erfordere die Integration zukünftiger Modelle zahlreiche Strukturmaßnahmen und Umbauarbeiten.

DINGOLFING Rund vier Wochen wird dieses Jahr die „Sommerpause“ im BMW Group Werk Dingolfing dauern: Ab Ende der Spätschicht am 26. Juli bis zum Frühschicht-Beginn am 28. August ruht die Automobilfertigung im Werk 02.40. In anderen Bereichen des Dingolfinger BMW Group Standorts wird jedoch weiter produziert: Aufgrund ihrer Lieferanten- und Versorgungsfunktion für das Produktionsnetzwerk oder – im Falle des Dynamikzentrums – für die weltweite Handelsorganisation wird in den Werken 02.10, 02.20 und 02.70 teils vollumfänglich gearbeitet. Am Mittwoch, 28. August, wird auch im Fahrzeugwerk 02.40 wieder regulär produziert.

Grund für die Produktionspause: Die Integration zukünftiger Modelle erfordert zahlreiche Strukturmaßnahmen und Umbauarbeiten. Diese beginnen bereits am Abend des 26. Juli, dem letzten regulären Arbeitstag vor den „Werksferien“. Allein in der Montage gilt es, 120 Einzelprojekte mit über 600 Mitarbeitern von Bauunternehmen und Anlagenlieferanten zu realisieren – und das Werk „fit für neue Modelle und Technologien zu machen“, wie Werkleiterin Ilka Horstmeier betont. Die größten Baumaßnahmen stehen dabei im Zusammenhang mit dem Zukunftsmodell BMW iNEXT, das ab 2021 anlaufen wird. So entsteht für das neue Fahrzeug eine Transportbrücke zwischen Lackiererei und Montage; auch das Hochregallager muss für das höhere und breitere Fahrzeug angepasst werden. Darüber hinaus wird in Halle 52 das Montageband verlängert und die Hochzeit für die Produktion von Fahrzeugen mit vollelektrischem Antrieb ertüchtigt.

Für den Wiederanlauf nach der Produktionsunterbrechung werden bereits ab 26. August die Systeme befüllt – die Bereiche, die der Fahrzeugmontage vorgelagert sind, nehmen dann ihre Tätigkeit auf. Von den Montagebändern werden mit Beginn der Frühschicht am 28. August, 5 Uhr, wieder Automobile „made in Dingolfing“ rollen. Die Produktionsunterbrechung 2019 wurde seit Anfang des Jahres minutiös geplant: um den Mitarbeitern eine unkom¬plizierte Urlaubsplanung zu ermöglichen und einen reibungslosen Wiederanlauf zu garantieren.


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