22.07.2019, 14:53 Uhr

Schnuppertage in der BMW Berufsausbildung Sicherheitsschuhe statt Sneakers

Technik zum Anfassen: Teilnehmer des Projekts „Robotik Freaks“ beim Programmieren des selbst gebauten LEGO-Mindstorm-Roboters. (Foto: BMW)Technik zum Anfassen: Teilnehmer des Projekts „Robotik Freaks“ beim Programmieren des selbst gebauten LEGO-Mindstorm-Roboters. (Foto: BMW)

BMW-Werk Dingolfing gibt Schülerinnen und Schülern aus der Region Einblicke in gewerblich-technische Ausbildungsberufe.

DINGOLFING Probieren geht über Studieren. Das gilt insbesondere für junge Menschen in der Phase der Berufsorientierung. Aus diesem Grund organisiert die Berufsausbildung des BMW Group Werks Dingolfing regelmäßig Schnuppertage für technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler. Mitte Juli lud Niederbayerns größter Ausbildungsbetrieb erneut interessierte Jugendliche im Rahmen der Initiativen „Girls go Technik“ und „Robotik Freaks“ dazu ein, sich vor Ort über verschiedene gewerblich-technische Ausbildungsberufe zu informieren und erste praktische Erfahrungen zu sammeln.

Girls go Technik

Für 72 Achtklässlerinnen aus zwölf ausgewählten niederbayerischen Realschulen lautete das Motto im Dingolfinger Aus- und Weiterbildungszentrum rund eine Woche lang „Girls go Technik“. Die Teilnehmerinnen erhielten ganz praktische Einblicke in sechs Ausbildungsberufe. Unter anderem löteten die Mädchen Drähte, frästen BMW Embleme und programmierten Roboter. An jeweils zwei Tagen lernten sie so die typischen Tätigkeiten von Elektronikerinnen, Karosserie- und

Fahrzeugbaumechanikerinnen, Industriemechanikerinnen, Kfz- Mechatronikerinnen, Werkzeugmechanikerinnen und Zerspanungsmechanikerinnen kennen. Als Lehrmeisterinnen und -meister fungierten neben den BMW Ausbildern vor allem auch Auszubildende in den unterschiedlichen Berufen. Der angehende Fachkräftenachwuchs zeigte den jungen Frauen Praxisbeispiele aus der eigenen Ausbildung und stand ihnen bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

„Unsere Azubis sind kaum älter als die Schülerinnen und begegnen ihnen daher völlig ungezwungen ‚auf Augenhöhe‘. Auch das trägt dazu bei, dass die Mädchen ihre vielleicht vorhandene Scheu vor technischen Berufen abbauen –

und das ist schließlich das große Ziel von ‚Girls go Technik‘“, erklärt die Verantwortliche für Ausbildungsprojekte des BMW Group Werks Dingolfing, Birgit Steinhuber. Die BMW Group hat das Projekt im Jahr 2012 ins Leben gerufen und seitdem Jahr für Jahr fortgeführt, um gezielt junge Frauen frühzeitig für technische Berufe zu begeistern. Durch Ausprobieren sollen die Schülerinnen die Möglichkeit erhalten, ihr technisches Talent zu entdecken, und etwaige Vorbehalte gegenüber den typischen „Männerberufen“ abbauen.

Birgit Steinhuber ist sich sicher, dass inzwischen auch aufgrund von Initiativen wie dieser bemerkenswerte 24 Prozent der Jugendlichen, die ab Herbst 2019 eine Ausbildung bei der BMW Group in Dingolfing beginnen werden, weiblich sind. „Trotz der guten beruflichen Perspektiven entscheiden sich zwar immer noch weniger Mädchen als Jungen für technische Berufe, insgesamt sehen wir aber einen positiven Trend“, so Steinhuber.

Robotik Freaks

Bereits zum fünften Mal veranstaltete die BMW Berufsausbildung Dingolfing in der gleichen Woche auch das Projekt „Robotik Freaks“, das Jugendlichen spielerisch die zukunftsweisende Technik der Robotik als ein potenzielles späteres Berufsfeld näherbringen soll. Dieses Jahr nahmen daran acht Schülerinnen und Schüler aus der neunten Klasse des Gymnasiums Dingolfing teil. „Im Hinblick auf die Einführung der Dualen Studiengänge bei uns am Standort Dingolfing haben wir die Zielgruppe der Veranstaltung verändert und zum ersten Mal Gymnasiasten eingeladen“, erläutert Birgit Steinhuber. Ein Duales Studium bei der BMW Group verbindet eine praktische Ausbildung mit einem fundierten Hochschulstudium. Innerhalb von fünf Jahren können die Studierenden so einen Berufsabschluss und einen akademischen Abschluss erhalten.

Auch bei den diesjährigen Teilnehmern fiel die Resonanz auf die Veranstaltung äußerst positiv aus: Mit Feuereifer bauten sie unter fachlicher Anleitung LEGOMindstorm-Roboter zusammen. Dann versuchten sich die Tüftler am Programmieren per PC und ließen den Roboter einen vorgegebenen Parcours selbsttätig meistern. Später am Tag ging es dann von den kleinen Robotern zu den großen. Gemeinsam mit Ausbildern und Auszubildenden der BMW Group bedienten die technikbegeisterten Jugendlichen die Roboter in der Ausbildungswerkstatt und lernten so Grundkenntnisse der Programmiersprache moderner Industrieroboter kennen.


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